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Test: SAUCONY Ride 18

Martin 02.12.2024

Top-Dämpfungstechnologie trifft auf großes Einsatzspektrum

Mit dem Ride 18 schickt der amerikanische Hersteller SAUCONY ein Update seines neutralen Allroundschuhs auf die Laufstrecke. Dabei profitiert der SAUCONY Ride 18 von kleinen Updates von der Sohle bis zum Obermaterial, die der Performance des Schuhs aus meiner Sicht sehr zugutekommen.

Es ist bereits einige Zeit her, dass ich einen Laufschuh von SAUCONY testen durfte und darum freue ich mich umso mehr, dass jetzt der Ride in seiner 18. Version vor mir steht. Tatsächlich bin ich den Ride noch nie gelaufen – außer zur Anprobe. Ich bin gespannt, wie sich Trainingsschuh mit seinem hochwertigen PWRRUN+-Dämpfungsschaum bewährt. Und in diesem Bericht lasse ich euch daran teilhaben.

Test Saucony Ride 18

Theoretisches Grundwissen zum SAUCONY Ride 18

Der SAUCONY Ride 18 ist ein neutral aufgebauter Trainingsschuh, der ohne zusätzliche Elemente oder Technologien zur Stabilisierung in der Abrollbewegung auskommt. Aufgrund seines Aufbaus in der Zwischensohle bietet er aber eine solide Standfläche, sodass für eine sichere Standphase beim Laufen gesorgt ist. Herzstück des SAUCONY Ride 18 ist seine Zwischensohle. Hier kommt das PWRRUN+-Dämpfungsmaterial zum Einsatz, welches er vom Komfort-Flaggschiff Triumph erbt. Den reaktiven und leichten Schaum hatte auch schon der Ride 17 in der Zwischensohle. Da hat er bereits sehr gut funktioniert und zeigt auch im Ride 18 sein Können. Der PWRRUN+-Schaumbietet eine außergewöhnliche Mischung aus Dämpfung, Haltbarkeit, Reaktivität und Responsibilität. So wird der SAUCONY Ride 18 zum komfortabelsten Ride, den es je gab, ohne an Dynamik und Flexibilität zu verlieren.

In der Außensohle setzt SAUCONY auch beim Ride 18 auf das XT900-Material, welches eine größere Fläche abdeckt und so die Haltbarkeit erhöht. Dass die Füße von unten besser geschützt sind, ist ein weiterer Vorteil. Abgerundet wird das Gesamtsystem des SAUCONY Ride 18 durch ein atmungsaktives Mesh-Obermaterial. Es verleiht dem Schuh nicht nur eine sichere und bequeme Passform, sondern auch ein modernes und eher schlichtes Design, was dem Schuh sehr gutsteht. Jetzt muss sich der SAUCONY Ride 18 am Fuß beweisen.

Raus aus dem Karton und ran an die Füße – Passformcheck im SAUCONY Ride 18

Für einen Laufschuh ist die Performance auf der Laufstrecke ausschlaggebend. Doch der erste Eindruck am Fuß ist ein Gradmesser, ob die Passform des Schuhs den Füßen entgegenkommt oder der Fuß sich so gar nicht umgarnt fühlt. Beim SAUCONY Ride 18 fällt mir zuerst der leichte Einstieg ein. Direkt danach heißt mich die Einlegesohle aus PWRRUN+-Material willkommen und erzeugt ein komfortables Gefühl unter dem Fuß. Und was mich noch mehr überzeugt, ist der Sitz meiner Ferse in der Fersenkappe des Schuhs. Bereits ohne zu schnüren ist die Passform prima. Wenn ich dann noch den Schuh zubinde, ist der Sitz sicher und fest und zugleich sehr bequem. Hier glänzt der SAUCONY Ride 18 von Beginn an.

Die ersten Schritte im SAUCONY Ride 18 versetzen mich zurück ins Jahr 2022, als ich den Triumph 20 testen durfte. Das initiale Gefühl erinnert mich etwas an diesen Schuh, der mich damals begeistert hat. Doch der Ride 18 ist anders. Er ist dynamischer, flexibler und hat nicht das Sofa-Gefühl vom Triumph. Zudem sitzt der Ride 18 sportlicher am Fuß und ist nicht auf das Maximum getrimmt. Hier ist weniger mehr, denn dies macht aus dem SAUCONY Ride 18 einen sehr vielseitigen Schuh. Jetzt muss er noch auf der Laufstrecke zeigen, was er draufhat.

Laufen im SAUCONY Ride 18 – Laufspaß vom ersten Schritt

Der erste Teil meiner Laufstrecke bekommt der SAUCONY Ride 18 den Asphalt der Stadt zu spüren. Hier absorbiert die PWRRUN+-Zwischensohle die Stöße und auftretenden Belastungen effektiv und lässt mich sanft dahingleiten. Dabei habe ich immer ein gutes Feedback vom Untergrund, denn der Ride 18 ist ein neutraler Laufschuh, der nicht durch maximale Dämpfung alles wegschluckt, sondern sehr ausgeglichen ein direktes Laufgefühl mit moderater, komfortabler Dämpfung vereint. Das Ganze macht er zudem sehr harmonisch, was sich für mich persönlich angenehm anfühlt. Was passiert, wenn ich den Untergrund wechsle und es für mich auf Schotter weitergeht? Das ist keine Herausforderung für den SAUCONY Ride 18.

Der Allrounder rollt weiter geschmeidig ab und wirkt auch auf größeren Steinen nicht kippelig. Ich kann mich auf den Schuh verlassen. Dann biege ich auf einen festgetretenen Waldweg ab. Wurzeln und Steine wechseln sich ab und dazwischen immer wieder Teilstücke mit festem Erdreich. Spielerisch absolviere ich Schritt für Schritt. Nur eine Matschpfütze kreuzt meinen Weg. Aber dieser wiche ich gekonnt aus, da der Matsch sicherlich das Außensohlenprofil des Schuh zusetzen würde. Ich möchte nicht riskieren, dann auf eine Rutschpartie zu gehen. Für mich erfüllt der SAUCONY Ride 18 seinen Ruf als Allrounder für die verschiedensten Untergründe voll und ganz. Und was, wenn ich jetzt mal etwas schneller werde?

Tempospielchen von Baum zu Baum im SAUCONY Ride 18

Ich bin auf meiner Laufrunde rund um einen See und erinnere mich, dass ich hier manchmal Intervalle von Baum zu Baum gemacht habe. Was liegt jetzt näher, als den SAUCONY Ride 18 einem Test zu unterziehen, wie er sich bei flotterem Tempo schlägt. Ich lege also einen Schritt zu, um mein Wohlfühltempo von 6min/km zu verlassen und schneller zu werden. Bei 5:30min/km angekommen, starte ich die Intervalle, die sich dann für mich um die 4:45min/km bewegen sollten und etwa 150 bis 200m dauern. Ich bin überrascht, wie entspannt und leicht es ist, das Tempo im Ride 18 zu beschleunigen. Ich setze mehr Richtung Mittelfuß auf und nutze die Dynamik des Schuhs, um schneller zu werden. Der Ride macht es mir spielerisch einfach. Aus meiner Sicht zeigt das, wie groß das Einsatzspektrum des Schuhs auch hier ist. Er kann also nicht nur verschiedene Laufuntergründe locker meistern, sondern fühlt sich auch bei unterschiedlichen Lauftempi wohl.

Fazit SAUCONY Ride 18: Daumen hoch für das gelungene Update

Der SAUCONY Ride 18 ist und bleibt ein neutraler Allrounder, der in seiner 18. Version dämpfungs- und passformtechnisch vollkommen überzeugt. Während das PWRRUN+-Dämpfungsmaterial dem Schuh reaktive und dynamische Eigenschaften verleiht, punktet das Obermaterial mit einem bequemen und sicheren Sitz. Unabhängig von den Laufuntergründen und vom Lauftempo genießen Laufende eine gleichmäßige und sanfte Abrollbewegung. Und der SAUCONY Ride 18 ist auch bereit, flotteres Tempo unterwegs anzuschlagen. Seine Flexibilität kommt ihm hier zugute.


Unser Autor Martin

Martin von bunert.de

Damals beim Fußball musste ich laufen. Ich musste erst 20 Jahre alt werden, um zu erkennen, dass Laufen Spaß machen kann. Seitdem laufe ich gerne – sowohl in Gruppen als auch allein. Das Laufen ist für mich eine hervorragende Möglichkeit, um fit und aktiv zu bleiben. Zudem hält Laufen jung – das merke ich bei jedem Lauf im Regen, wenn ich jede Pfütze mitnehme.

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Test: SAUCONY Ride 16

Christian 28.04.2023

Schön straffer Komfort mit extrem guten Fersenhalt

Ich durfte den Vorvorgänger des Saucony Ride 16 testen, die 14te Version des Saucony Klassikers. Saucony hat schon mit dem Ride 15 einen neuen Weg eingeschlagen und dem Neutralschuh deutlich mehr Zwischensohle verpasst – ganz im Sinne des momentanen Trends hin zu voluminöseren Laufschuhen. Wer jetzt denkt, dass sich dieses Mehr an Zwischensohle beim Laufen schwammig anfühlen könnte, liegt falsch. Der Ride 16 bleibt ein komfortabler und dennoch ordentlich straffer Laufschuh. Ich sollte meine Geschichte mit dem Saucony Ride 16 aber von vorn erzählen.

Ich halte einen optisch schicken Laufschuh in den Händen. Auffällig ist, wie angedeutet, der recht voluminös wirkende Sohlenbereich. Und das nicht nur in Bezug auf seine Höhe, sondern auch hinsichtlich der Breite der Zwischen- und Außensohle. Das verrät auch der Blick von oben, die Sohle ist sowohl im Vor- als auch im Rückfuß deutlich breiter als das Obermaterial des Ride 16. Fakt ist aus meiner Sicht, und viele Läuferinnen und Läufer wissen, was ich meine, der Ride 16 macht allein von der Optik her so richtig Lust aufs Laufen. Optik und erster Eindruck, Check!

Was ist neu am Saucony Ride 16?

Um mal genau mit dem anzufangen, was nicht neu ist, Zwischen- und Außensohle des Ride 16 sind im Vergleich zum Vorgänger unverändert. Die Zwischensohle ist nach wie vor aus dem Saucony PWRRUN-Schaum gefertigt, die bekannt für die komfortable Dämpfung ist. Auch die Außensohle ist gleichgeblieben. Sie ist ausgelegt auf alle Läufe auf festen Untergründen und bietet viel Grip. Aussparungen in der Außensohle verfolgen wohl den Zweck, Gewicht zu sparen. Ergo hat „nur“ das Obermaterial ein Update erhalten. Das hat es aus meiner Sicht aber in sich, dazu später mehr.

Vorab die aus meiner Sicht interessante Frage, ob sich ein Laufschuh anders läuft, wenn Außen- und Zwischensohle unverändert sind und nur das Obermaterial verändert wurde. Ich würde sagen ja und damit eine Lanze für ein qualitativ hochwertiges Obermaterial brechen wollen. Tatsächlich wird immer davon gesprochen, dass die Zwischensohle das Herzstück eines Laufschuhs ist – der relevanteste Part also. Sicher ist da viel Wahres dran. Schließlich ist sie hauptverantwortlich für die Dämpfungseigenschaften eines Laufschuhs. Aber ich glaube, dass auch das Obermaterial einen immensen Einfluss auf das Laufgefühl in einem Laufschuh hat, häufig unterschätzt wird und dementsprechend (zu) wenig Beachtung findet. Auch dazu später mehr.

Tatsächlich ist das Mesh, der englische Name für das Obermaterial eines Laufschuhs, beim Saucony Ride 16 besonders. Im Vorfuß ist es extrem luftig und dadurch atmungsaktiv. Ab dem Mittelfuß ist das Obermaterial aber geschlossener gewebt und extrem straff, was viel Halt und eine gute Führung beim Laufen verspricht. Diesen Halt spüre ich schon bei meinen ersten Schritten im Ride 16. Schon beim Hineinschlüpfen wird mir diese Straffheit bewusst. Es ist nicht so, dass ich das Gefühl habe, in einen Pantoffel zu schlüpfen. Wenn der Fuß aber im Laufschuh gebettet ist, funkt er mir ein absolutes Wohlgefallen an mein Hirn.

Der Ride 16 ist der klassische Allroundschuh von Saucony

Der Saucony Ride 16 ist mit seinen etwa 250 Gramm normalgewichtig. Auch seine Sprengung von acht Millimetern entspricht einem normalen Maß für viele Trainingsschuhe. Den Ride 16 kann man als den klassischen Trainingsschuh für neutrale Läuferinnen und Läufer der amerikanischen Laufschuhmarke Saucony bezeichnen. Tatsächlich vermittelt der Ride 16 mir aber das Gefühl, als könne er auch von mäßigen Überpronierern gelaufen werden.

Der Saucony Ride 16 auf der Laufstrecke

Meinen Testlauf darf ich im Urlaub machen. Extra dafür habe ich mir den Saucony Ride 16 mitgenommen. Ich laufe eine in großen Teilen asphaltierte Strecke. Es handelt sich um eine ehemalige Bahnstrecke, die quer durch die Provence verläuft und heute eine Fahrradroute ist. Dem Asphalt dieser Strecke würde ich die Schulnote 4 Minus geben. Es befinden sich recht viele Unebenheiten auf der Strecke.

Auf den ersten Metern fällt mir die straffe Dämpfung auf. Verglichen mit dem Brooks Ghost oder dem New Balance 880 (beides klassische neutrale Trainingsschuhe und Klassiker der jeweiligen Marken) macht der Ride 16 einen „härteren“ Eindruck. Mir gefällt das richtig gut, denn das Laufgefühl ist für einen Trainingsschuh vergleichsweise direkt. Verwundern tut es mich allerdings nicht, denn Saucony ist für seine eher sportliche Bauweise von Laufschuhen bekannt.

Mein Fuß bildet sprichwörtlich eine Einheit mit dem Ride 16. Der Mittelfuß ist perfekt vom Mesh umschlossen, der Fersenhalt absolut sensationell. Im Vorfuß hingegen habe ich ausreichend Platz, was ich als sehr angenehm empfinde.

Der Halt und die Sicherheit, die ich bei meinem Laufen empfinde, ist absolut faszinierend. Selbst, wenn der Untergrund unebener wird oder leicht seitlich abfällt, bietet mir der Ride 16 viel Halt und Kontrolle. Nach meinem Empfinden ist genau dafür das straffe Obermaterial im mittleren und hinteren Bereich verantwortlich. Sicher trägt dazu auch bei, dass ich nicht auf der Sohle, sondern in ihr stehe. Saucony spricht hier von der FORMFIT Technologie .Dieses „tiefe“ Stehen im Laufschuh wird mittlerweile von verschiedenen Herstellern gebaut und bietet eine gute Führung beim Fußaufsatz.

Nach den ersten zwei Kilometern schaue ich auf meine Uhr und stelle fest, dass ich schneller als gedacht unterwegs bin. Dies ist auch nach meinen sieben Kilometern Testlauf so. Der Ride 16 ist wirklich dynamisch und für einen Trainingsschuh eher als schnell zu bezeichnen. Läuferinnen und Läufer, die nicht superschnell unterwegs sind, können im Ride 16 aus meiner Sicht insofern auch Rennen bestreiten. Der Ride ist sicher kein superschneller Laufschuh, tatsächlich ist er aber sehr dynamisch – insbesondere für einen komfortablen Trainingsschuh. Nach meinem Empfinden liegt das an der straffen Dämpfung und dem „sportlichen“ Obermaterial.
Für mich hat der Saucony Ride 16 das faktische Potenzial zum Lieblingsschuh. Auch andere Laufspezialisten äußerten sich extrem positiv und sprachen vom besten Ride aller Zeiten. Laufgefühl und Laufspaß, Check!

Für wen ist der Saucony Ride 16 geeignet?

Alle neutralen Läuferinnen und Läufer, die einen richtig guten Trainingspartner für ihre Füße suchen, werden den Ride 16 lieben. Er überzeugt auf ganzer Linie!
Um es noch ein wenig besser einordnen, zu können ziehe ich nochmals den oben gemachten Vergleich mit dem Brooks Ghost und dem New Balance 880. Auch diese beiden Laufschuhe sind ideale Trainingspartner für eine Vielzahl von Läuferinnen und Läufern. Im Vergleich zu diesen beiden Laufschuhen würde ich den Saucony Ride 16 einen Tick sportlicher einordnen. Seine straffere Dämpfung und das „sportliche“ Obermaterial vermitteln wie oben schon angedeutet ein etwas direkteres Laufgefühl, was einen Hauch mehr Dynamik versprüht.

Sicher eignet sich der Ride 16 auch als komfortabler Zweitschuh neben einem schnelleren (Saucony Kinvara) oder einem komfortableren (Saucony Triumph) Laufschuh – um bei einem Saucony internen Vergleich zu bleiben. Ich bin mir sicher, dass sowohl die Läuferinnen und Läufer, die hauptsächlich in einem schnelleren bzw. einem komfortableren Schuh unterwegs sind, begeistert vom Ride 16 sein werden.

Ich zumindest bin es und kann den Saucony Ride 16 mit bestem Gewissen empfehlen.


Unser Autor Christian

Christian von bunert.de

Ich laufe seit ich denken kann. Die ersten laufenden Meter habe ich als Kind beim ortsansässigen Leichtathletikverein gemacht. Bis auf einige Jahre als Student bin ich immer gelaufen, jedoch nie ambitioniert. Laufen war immer das, was ich neben meinem eigentlichen Sport (Handball, Tennis und Ski) gemacht habe. Da ich immer Hunde hatte, fiel es mir nie schwer, mich aufzuraffen und in die Wälder zu laufen.

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Test: SAUCONY Ride 15

Matthias 16.08.2022

Simpel, schön, schnell

Simpel, schön, schnell – das sind nicht unbedingt die Attribute, die mich als Tester beschreiben, aber sie beschreiben den flotten Neutralschuh SAUCONY Ride 15. Und die Alliteration zum Testbericht schreibt sich von allein. Nur Laufen musste ich den Schuh noch selbst. Allerdings war das ein echter Gewinn. Warum ich als bekennender BROOKS-Fan in SAUCONY eine ernsthafte Alternative sehe und was ich für den größten Kritikpunkt halte, erfährst du in meinem Testbericht.

Das Laufschuhareal in meiner Wohnung droht überzuquellen. Dennoch: Wenn ich zu verschiedenen Laufzwecken immer wieder zum Ride 15 greifen möchte, scheint SAUCONY eine Menge richtig gemacht zu haben. Heute gibt es Intervalle? Da nehme ich doch den Ride. Heute steht ein lockerer Lauf mit Freunden an? Ride 15! In ein paar Wochen endlich wieder Wettkampf? Ich weiß schon, welchen Schuh ich ausprobiere.

SAUCONY Ride 15 im Test: sockengleich und federleicht

Aber fangen wir von vorne an. Der SAUCONY Ride 15 soll laut Hersteller ein leichter, neutraler Trainingsschuh sein. Den Eindruck gewinnt man sofort, wenn man ihn das erste Mal aus dem Karton holt. Er ist nicht nur auf dem Papier leicht, er fühlt sich auch leicht an. Rein äußerlich wirkt vieles im ersten Moment aus einem Guss. Mein Testschuh ist im schlichten, aber schönen Schwarz gehalten, die Außensohle dagegen komplett in Weiß. Ebenfalls dezent verewigt sich SAUCONY mit ihren typischen, geschwungenen Formen. Für mich würde sich der Schuh auch prima für den Alltag eignen. 


Aber die Aha- und Oh-Momente erlebt man besonders dann, wenn man den Schuh das erste Mal anzieht. Und da gibt es ein paar Dinge, die mir direkt auffallen. Als erstes gefällt mir das sockenähnliche Gefühl beim Hineinschlüpfen. Das Obermaterial schmiegt sich perfekt an den Fuß an. Da drückt nichts. Das gilt auch für den Knöchelbereich. Obwohl der Schuh leicht konstruiert wurde, bietet der SAUCONY Ride 15 auch hier angenehme Polsterung. Was noch auffällt? Der Vorfußbereich gibt den Füßen angenehm viel Platz, während die Ferse etwas mehr „angefasst“ und damit fester sitzt.

„Darfs etwas mehr sein?“: Die Zwischensohle des SAUCONY Ride 15

Unter meinem Fuß sitzt das Herzstück des SAUCONY Ride 15, das sogenannte PWRRUN-Dämpfungssystem. Zwar gab es beim Vorgänger ebenfalls eine solche Zwischensohle, in der 15er-Version ist diese nun deutlich voluminöser. Der Trend zu „Etwas mehr“ bei der Zwischensohle macht auch beim Ride 15 keinen Halt. Dennoch soll der Schuh laut Hersteller nicht zu schwammig sein und dabei jede Menge Energie beim Laufen zurückgeben können. Außerdem soll die „Rocker-Form“ – Vorfuß- und Fersenbereich sind etwas nach oben gezogen – für mehr Dynamik sorgen. Optisch fällt mir das nur beim zweiten Hingucken auf.

Die Außensohle ist mit der üblichen, abriebfesten Gummierung ausgestattet. Nach unserer Erfahrung bereiten SAUCONY Schuhe lange Freude – sowohl auf asphaltierten Strecken wie auch einfachen Wald- und Schotterwegen. Interessant ist noch, dass SAUCONY der Sohle ein paar Aussparungen verpasst hat. Ich nehme an, um hier nochmal etwas Gewicht zu sparen.

Saucony Ride 15 ist mehr als ein Trainingsschuh

Laufen fällt leicht. Diesen Satz spule ich nicht nur bei Longruns in Dauerschleife ab, sondern auch beim Fazit des Ride 15. Der Ride 15 ist nicht – obwohl er so leicht ist – der Schuh, der dich direkt nach vorne treibt, sondern vielmehr der Schuh, der dich bei jeder Laufsituation unterstützt. Das lockere Daherlaufen ist mit dem Schuh super angenehm, aber eben auch der Moment, wo man etwas mehr Druck aufs Gaspedal gibt. Ein höheres Tempo lässt sich bequem mit dem Ride 15 laufen. Die Zwischensohle sieht zwar mächtig aus, macht das Laufen aber nicht zu schwammig. Freundinnen und Freunde von direktem Bodenkontakt könnten aber eventuell enttäuscht werden. Für mich ist das allerdings auf keinen Fall ein Nachteil. Das Laufgefühl im Ride 15 ist bestens.

Was ist aber nun mein großer Kritikpunkt? Es ist dieses eine Wort, das SAUCONY immer wieder für den Ride 15 benutzt: Trainingsschuh. Das mag Marketingsprech sein, um im Training den Ride zu laufen und dann für Wettkämpfe auf teure Carbon-Treter zu setzen. Die machen Spaß, klar. Aber der SAUCONY Ride 15 ist in meinen Augen ebenfalls perfekt für Wettkämpfe geeignet – vor allem für uns Ottonormal-Fußsportler. Demnächst steht ein 5km-Wettkampf an und ich freue mich schon, diesen mit dem Ride zu laufen.

Fazit: Einmal kaufen - alles laufen

Damit bin ich auch schon im Fazit gelandet. Wenn eine Laufschuh-Marke das Potenzial hat, mir die BROOKS-Schuhe abzuschwatzen, dann passt eine Menge. So ist es beim SAUCONY Ride 15. Die Attribute schlicht, schön und schnell waren die ersten, die mir in den Sinn kamen und nach mehreren Läufen geblieben sind. Ich kann den Schuh als Allround-Schuh oder auch als Zweit- (oder Dritt-)Schuh für die flotteren Einheiten empfehlen. Das wirklich angenehme Obermaterial harmoniert perfekt mit den dynamischen Elementen der Zwischensohle. Ich muss zugeben, dass ich den Schuh zwischendurch auch sehr gerne als Alltagsschuh getragen habe. Mit anderen Worten: Es gibt eine klare Kaufempfehlung, da einfach viele Zwecke vom Schuh abgedeckt werden.

Und noch etwas: SAUCONY bedeutet laut Wortherkunft aus der Sprache der amerikanischen Ureinwohner in etwa „schnell fließender Fluss“ und als solcher sehe ich mich künftig auch, wenn ich durch die Häuserschluchten Düsseldorfs renne.


Unser Autor Matthias

Matthias von bunert.de

Laufen gehört für mich zum Alltag dazu. Bereits am Montag wird die Woche bis zum Sonntag laufmäßig durchgeplant. Während andere bei einer wichtigen Entscheidung eine Nacht drüber schlafen, reicht mir ein ausgedehnter Lauf am Rhein oder auf waldigen Trails, um Dinge wieder klarer zu sehen. Außerdem ist das Laufen ein wunderbarer Anlass, um sich selbst neue Ziele zu setzen und auszuloten, was der Körper noch so hergibt.

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