Laufschuh Dämpfung

Was kann welche Laufschuh Dämpfung?

Die Laufschuh Dämpfung ist einer der wichtigsten Bestandteile eines Laufschuhs und bestimmt maßgeblich seine Eigenschaften und Einsatzmöglichkeiten. Eine hochwertige Laufschuh Dämpfung ist sehr wichtig, wobei aber zu beachten ist, dass mehr Dämpfung nicht unbedingt besser seinen muss.

Damit du im ständig wachsenden Laufschuhmarkt nicht die Übersicht verlierst, haben wir hier zusammengefasst:

Wieviel Dämpfung dein Laufschuh haben sollte und wie du herausfindest, welches Dämpfungssystem zu dir passt.
Welche Dämpfungsmaterialien es gibt und deren Vor- und Nachteile.
Eine Liste über die Dämpfungssysteme der Laufschuhhersteller und wie diese funktionieren.

Wieviel Laufschuh Dämpfung brauche ich?

Bei der Laufschuh Dämpfung ist es besonders wichtig, dass du genau das richtige Maß an Dämpfung für deine persönlichen Bedürfnisse findest. Daher solltest du auf folgende Punkte achten.

Laufschuh Dämpfung: Traue deinen Füßen

Oft wird das sensorische Feedback – welches deine Füße beim Anprobieren eines Laufschuhs an das Gehirn senden – völlig unterschätzt. Unsere Füße verfügen über tausende Nerven und können so sehr gut beurteilen, was gut und was schlecht für sie ist. Allerdings solltest du darauf achten, dass sich weiche Laufschuhe mit viel Dämpfung anfangs oft besser anfühlen, als Laufschuhe mit weniger Dämpfung. Daher ist es wichtig ein paar Meter zu laufen um festzustellen, wie sich das Dämpfungssystem unter Belastung verhält.

Die Laufschuh Dämpfung sollte sich niemals schwammig oder zu weich anfühlen. Versinkst du also in der Dämpfung und fühlt sich der Laufschuh plump und schwer an, nimm lieber einen Laufschuh mit etwas weniger Dämpfung. Kannst du aber den Untergrund beim Laufen auf unangenehme Weise spüren, oder spürst du einen starken Stoß beim Aufsetzen des Laufschuhs, solltest du einen Schuh mit mehr Dämpfung wählen.

Laufschuh Dämpfung: Das Gewicht

Es ist beinahe selbstverständlich, dass ein schwerer Läufer auch meist einen etwas besser gedämpften Laufschuh benötigt. Faustregel: Die Laufschuh Dämpfung sollte daher proportional zum Gewicht des Läufers zunehmen. Allerdings muss mehr Dämpfung nicht unbedingt bedeuten, dass diese auch weicher ist. Laufschuhe für schwere Läufer sollten über eine etwas festere Dämpfung verfügen, damit diese beim Laufen nicht schwammig werden. Ein gutes Beispiel dafür ist z.B. der stabile BROOKS Beast oder der neutrale SAUCONY Echelon. Beide Laufschuhe sind mit einer relativ festen und leistungsstarken Dämpfung ausgestattet.

Laufschuh Dämpfung: Das Lauftempo

Dämpfungssysteme, egal wie gut die Energierückführungseigenschaften sind, werden immer etwas von der in den Lauf eingebrachten Energie schlucken. Daher fühlen sich sehr weiche Schuhe oft auch etwas langsamer und schwerfälliger an, als Laufschuhe mit wenig Dämpfung. Wenn du einen Laufschuh für kurze, schnelle Läufe suchst, macht es Sinn ein Modell mit etwas weniger Dämpfung zu wählen. Natürlich nicht so wenig, dass du dich unwohl fühlst, aber den Boden darf man schon ein bisschen spüren.

Bei längeren und ruhigeren Läufen kannst du generell eher einen Laufschuh wählen, der über etwas mehr Laufschuh Dämpfung verfügt.

Laufschuh Dämpfung: Der Fußaufsatz

Beim Laufen unterscheidet man zwischen drei verschiedenen Fußaufsatz-Typen: Vorfuß, Mittelfuß und Fersenläufer. Hierbei gibt es kein richtig oder falsch, allerdings hat der Fußaufsatz Einfluss auf die Wahl der richtigen Laufschuh Dämpfung. Da die meisten Läufer ihren ersten Bodenkontakt im Fersenbereich haben, sind auch die meisten Laufschuhe im Fersenbereich besonders gut gedämpft. Dies ist nötig, da der Fersenlaufstil viel Gewicht auf die Gelenken verlagert. Um dies zu verhindern, ist es nötig, dass der Laufschuh gut gedämpft ist. Vorfußläufer benötigen meist nicht so viel Laufschuh Dämpfung, da ein Großteil der Aufsatzenergie von der Wadenmuskulatur und der Achillessehne aufgefangen wird. Mittelfußläufer sollten die goldene Mitte wählen.

Laufschuh Dämpfung: Welche Dämpfungsmaterialien gibt es?

Jede Marke hat im Thema Laufschuh Dämpfung ihre eigenen Systeme. Generell basieren viele Dämpfungen auf den selben Materialien.

Laufschuh Dämpfung: EVA – der Klassiker

Eine der am häufigsten verwendeten Laufschuh Dämpfungen ist die EVA-Dämpfung. EVA hat nichts mit der Schöpfungsgeschichte zu tun, sondern ist eine Abkürzung für Ethylenvinylacetat. Dies ist ein sehr widerstandsfähiger Werkstoff, der zur selben Zeit hitzebeständig, flexibel und sehr belastbar ist. Dies wird bei vielen Laufschuhherstellern als Hauptbestandteil der Mittelsohlendämpfung verwendet, da es strukturgebend ist und durch das Aufschäumen in Dichte und SHORE-Härte variieren kann. Daher ist EVA ein ideales Material für die Laufschuh Dämpfung.

Laufschuh Dämpfung: PU – der Stabilitätsgarant

Das Dämpfungsmaterial PU (Polyurethan) ist sozusagen der schwerere Bruder des EVA-Materials. PU ist härter, fester und schwerer als das vorher genannte EVA Material und wird daher meist als stabilitätsgebendes Element in Laufschuhen verwendet. Trotzdem ist PU flexibel genug, um als Dämpfungsmaterial eingesetzt zu werden.

Laufschuh Dämpfung: TPU – das Trampolin

Seit einigen Jahren ist auf dem Laufschuhmarkt das Thema Energieeffizienz und Energierückgewinnung immer mehr in den Mittelpunkt gerückt. Dies ist vor allem der TPU-Dämpfung zu verdanken. TPU (Thermoplastisches Polyurethan) ist genau wie PU sehr robust, aber in der im Laufschuh verbauten Form deutlich weicher und flexibler. Es hat gegenüber EVA den Vorteil, dass es immer wieder in seine Ausgangsposition zurückspringt, wodurch eine Art Trampolineffekt entsteht. Die Energie, die beim Fußaufsatz in die Sohle hineingegeben wird, bleibt erhalten und wird beim Abdruck teilweise wieder zurückgegeben. So verfügen TPU Dämpfungen über eine deutlich höhere Energierückgewinnung als andere Dämpfungsmaterialien, ist aber auch deutlich schwerer als eine gewöhnliche EVA-Dämpfung. Die meisten TPU-Dämpfungen werden von BASF produziert.

Laufschuh Dämpfung: Flüssigkeit – die Anpassung

Einige Laufschuhhersteller setzen auf flüssige und zähflüssige Dämpfungselemente. Diese haben den Vorteil, dass sie sich dem Laufstil des Läufers sehr gut individuell anpassen. Hier machen sich die Hersteller das Prinzip von „nicht newton'schen Flüssigkeiten“ zu nutze. Diese Flüssigkeiten haben die erstaunliche Eigenschaft, dass sie ums so fester werden, je mehr Druck auf sie ausgeübt wird. Daher passen sich solche Dämpfungssysteme den individuellen Bedürfnissen des Läufers an: Sie werden fester in stark belasteten Bereichen und weicher an weniger beanspruchten Stellen.

Laufschuh Dämpfung: Foam – der Schaum

Foam-Dämpfungen bestehen aus aufgeschäumtem Kunststoff, in welches ein Gas (Luft, Stickstoff) eingeschlossen ist. So erhält man viel Volumen bei wenig Gewicht. Foam, bzw. Schaum-Dämpfungen können sehr gut komprimiert werden und fühlen sich daher meist angenehm weich am Fuß an. Eine Foam-Dämpfung kann sich durch seine Flexibilität ideal der Fußform des Läufers anpassen.

Laufschuh Dämpfung: Marken Übersicht

Jede Laufschuhmarke versucht natürlich, sich durch technische Innovationen im Bereich der Laufschuh Dämpfung von der Konkurrenz abzugrenzen. Daher tragen viele Laufschuh Dämpfungen schon fast kryptisch klingende Namen. Allerdings basieren die meisten Dämpfungssysteme auf den oben genannten Dämpfungsmaterialien. Damit du in diesem „Wust“ an Marketing-Namen nicht die Übersicht verlierst, haben wir hier die für dich relevantesten Dämpfungssysteme der Marken zusammengefasst und erklärt:

Marke ADIDAS

Fitfoam ist ein leichter, aufgeschäumter Kunststoff, der sich der Form des Fußes individuell anpasst. Außerdem ist das Fitfoam Material wasserabweisend.

UltraFoam ist ein Dämpfungsmaterial, welches immer wieder in seine Ausgangsposition zurückkehrt. Daher ist der UltraFoam sehr belastbar und widerstandsfähig.

BOOST: ADIDAS hat mit der BOOST-Dämpfung als erstes einen TPU-Werkstoff als Dämpfungssystem eingeführt und wirbt mit einer besseren Energie-Rückgewinnung, als alle anderen Dämpfungsmaterialien auf dem Markt.

EVA: ADIDAS verwendet in vielen Laufschuhen eine EVA-Dämpfung.

Marke ASICS

FlyteFoam ist ein Dämpfungsschaum, der leichter ist, als gewöhnliches EVA-Material, aber trotzdem über hervorragende Dämpfungseigenschaften verfügt.

Gel: Die Gel-Dämpfung ist für viele ASICS-Laufschuhe namensgebend und eine der bekanntesten Laufschuh Dämpfungen überhaupt. Sie besteht aus Gel-Kissen die besonders weiche und dynamische Dämpfungseigenschaften aufweisen.
EVA: Auch ASICS verbaut in den meisten Laufschuhen eine Basis aus EVA-Dämpfung.

Marke BROOKS

DNA-BioMoGo: Diese Dämpfung funktioniert nach dem Prinzip der „nicht newton'schen Flüssigkeit“ und passt sich den individuellen Bedürfnissen des Läufers an. Zudem ist es deutlich schneller biologisch abbaubar als herkömmliche Dämpfungssysteme.

DNA-AMP ist ein Dämpfungssystem, welches aus einem TPU-Werkstoff besteht und über eine hohe Belastbarkeit und Energierückgewinnung verfügt.

DNA-Loft: Diese Dämpfung ist ein geschäumtes Gemisch aus EVA und Gummi, in das viel Luft eingeschlossen wurde. Daher ist es sehr leicht und verfügt trotzdem über einen sehr hohen Dämpfungskomfort.

Marke CRAFT

EVA: CRAFT verbaut in seinen Laufschuhen eine reaktive EVA-Dämpfung Marke HOKA ONE ONE The Marshmallow: Hinter diesem Namen verbirgt sich eine geschäumte EVA-Dämpfung, die besonders leicht und dynamisch ist.

Marke Mizuno

Wave: Die MIZUNO-Wave-Dämpfung ist eine flexible Kunststoffplatte, die sich wie eine Sprungfeder durch den Laufschuh zieht. Diese kann sich bei Belastung ineinander verschieben und sich dem Laufstil des Läufers individuell anpassen. Außerdem ist die Wave-Dämpfung sehr reaktiv und verfügt über eine sehr gute Energierückgewinnung.

U4ic: Die U4ic Laufschuh Dämpfung ist weich und verfügt über sehr gute Dämpfungseigenschaften. Dabei ist sie aber um 30% leichter als herkömmliche Dämpfungen.

U4icX: Die U4icX Dämpfung bietet das Maximum an Komfort, bleibt aber flexibel und dynamisch.

Marke NEW BALANCE

ACTEVA: Dies ist eine EVA-Dämpfung, die aber ca. 12 % leichter als eine Standard-Dämpfung ist. FreshFoam: Eine weiche Dämpfung aus aufgeschäumtem Kunststoff, die sowohl weich als auch besonders leicht ist.

REVlite: Die REVlite Dämpfung ist eine besonders leichte Foam-Dämpfung, die sehr haltbar und besonders leicht ist. Sie wird meist in Lightweight-Trainern und Wettkampfschuhen verbaut.

FuelCell: Ein mit Stickstoff angereicherter Schaum, der über eine hohe Energierückführung verfügt. 

Marke SAUCONY

POWERGRID: Diese Dämpfung ist eine leichte und dynamische Dämpfung, die 15% leichter und 30% haltbarer ist, als herkömmliches EVA.

SSL EVA: Ein extrem leichtes EVA-Gemisch.

EVERUN: Eine TPU-Dämpfung, die über eine hohe Energierückführung verfügt. SAUCONY verbaut sein EVERUN bei einigen Modellen als Hauptdämpfungselement, bei anderen Schuhen als Einlegesohle, welche über einem anderen Dämpfungssystem liegt.