Test: HOKA Mach 7
Zurück zu den Wurzeln – wird der Mach wieder schneller?
Der HOKA Mach 7 gehört zu den Laufschuhen, die seit Jahren eine klare Rolle im Sortiment spielen. Leicht, direkt, vielseitig – ein Schuh für schnelle Trainingsläufe, Tempoeinheiten und alle, die keinen Carbon-Plattenschuh brauchen, um zügig unterwegs zu sein.
Mit dem Mach 6 hatte HOKA die Serie bereits stark modernisiert. Eine Supercritical-EVA-Zwischensohle brachte deutlich mehr Rebound und Dynamik ins Spiel. Beim Mach 7 bleibt diese Grundidee erhalten, wird aber weiter verfeinert: neue Außensohle, leicht angepasstes Obermaterial und ein etwas sportlicheres Gesamtsetup. .
Auf dem Papier bleibt vieles gleich aber im Lauf fühlt sich der Schuh trotzdem wieder ein Stück näher an den ursprünglichen Mach-Gedanken an.
Technische Basis des HOKA Mach 7
Der HOKA Mach 7 bleibt ein neutraler Lightweight-Daily-Trainer ohne Platte. Die wichtigsten Eckdaten:
- Gewicht: etwa 232 g (Herren US 9)
- Stackhöhe: ca. 37 mm Ferse / 32 mm Vorfuß
- Sprengung: 5 mm
- Zwischensohle: Supercritical-EVA-Schaum
- Rocker: Early Stage Meta-Rocker
- Obermaterial: leichtes Jacquard-Mesh
- Außensohle: Sticky Rubber im Vorfuß, Durabrasion-Rubber in der Ferse
Besonders Spannend: Der verwendete Supercritical-EVA-Schaum wird unter hohem Druck mit Gas expandiert. Dadurch entsteht eine leichtere, reaktivere Struktur als bei klassischer EVA-Dämpfung. In der Praxis bedeutet das: mehr Energierückgabe und ein dynamischeres Laufgefühl bei weniger Gewicht.
Der Meta-Rocker gehört seit Jahren zu den zentralen Konzepten von HOKA. Dabei ist die Sohle im Vorfußbereich leicht gebogen, wodurch der Übergang vom Mittelfuß in den Abdruck erleichtert wird. Beim Mach 7 ist dieser Rocker deutlich spürbar, wirkt aber nicht übertrieben aggressiv wie bei vielen Carbonmodellen.
Erster Eindruck – leichtes Obermaterial, sicherer Halt
Beim ersten Reinschlüpfen fällt sofort auf, wie leicht das Obermaterial geworden ist. Das Jacquard-Mesh fühlt sich dünn und sehr atmungsaktiv an, ohne dabei instabil zu sein. Weniger Polsterung, mehr Performance. So mögen wir das doch beim Mach.
Besonders gut gefällt mir die Fersenkonstruktion. Der HOKA Mach 7 sitzt hier sehr sicher, ohne Druck aufzubauen. Gerade bei schnelleren Läufen ist das ein wichtiger Punkt. Der Fuß bleibt stabil im Laufschuh, Schnüren brauche ich den Schuh eigentlich nur, damit die Schnürsenkel nicht unnötig herumbaumeln. Der Schuh sitzt bei mir direkt optimal am Fuß. Der Fit insgesamt bleibt typisch für den Mach: sportlich geschnitten, aber nicht extrem schmal. Obwohl der Leisten identisch ist wie bei seinem Vorgänger, fühlt sich der Schuh dynamischer an. Dies liegt aber vor allem am leichteren Obermaterial und der etwas festeren Sohle.
Mein erster Lauf im HOKA Mach 7
Schon auf den ersten Metern zeigt sich, wo die Stärken des HOKA Mach 7 liegen. Der Schuh läuft sich leicht, schnell und sehr flüssig. Willkommen zurück! Dieses Gefühl der Leichtigkeit habe ich bei seinem Vorgänger vermisst.
Der Meta-Rocker unterstützt die Abrollbewegung spürbar, wirkt aber nicht dominant. Genau das gefällt mir. Ich kann den Schritt noch selbst gestalten, statt komplett von der Geometrie geführt zu werden. Die Abrollkante ist weniger radikal als bei vielen Carbon-Trainern, was sich langfristig auch für Gelenke und Muskulatur angenehmer anfühlt. Bei vielen Carbonschuhen oder Supertrainern habe ich mittlerweile das Gefühl, dass der Schuh entscheidet, wie ich zu laufen habe. Diese Art der Bevormundung widerspricht meinem rebellischen Wesen und – um ganz ehrlich zu sein – auch meinen Knie und Hüftgelenken. Im HOKA Mach 7 kann ich deutlich freier laufen. Der Speed kommt gefühlt mehr von mir selbst und nicht vom Schaum, der Dämpfung oder der Geometrie. So muss Laufen sein.
Die Zwischensohle fühlt sich deutlich reaktiver an als bei vielen klassischen Daily-Trainern. Der Abdruck ist schnell, die Bodenkontaktzeit wirkt kürzer, und der Schuh reagiert gut auf Tempowechsel. Gerade bei Tempo-Dauerläufen oder schnelleren Trainingsläufen spielt der Mach 7 seine Stärken aus.
Trotzdem bleibt genug Komfort für längere Einheiten erhalten. Der Schuh dämpft ausreichend, ohne schwammig zu werden, aber vom Gefühl fester als der Mach 6.
Stabilität und Grip
Obwohl der HOKA Mach 7 kein Stabilschuh ist, wirkt er erstaunlich kontrolliert. Das liegt vor allem an zwei Faktoren: Zum einen ist die Sohle relativ breit aufgebaut, was besonders in der Stützphase um Mittelfuß viel Sicherheit gibt. Zum anderen nutzt HOKA das sogenannte Active Foot Frame. Dabei sitzt der Fuß etwas tiefer in der Mittelsohle, ähnlich wie in einer leichten Schale. Das sorgt für zusätzliche Führung, ohne dass klassische Stützelemente nötig sind.
Der Grip auf Asphalt ist hervorragend. Egal ob trockene oder nasse Straße – der Mach 7 bleibt zuverlässig. Auf schlammigem Untergrund oder losem Dreck wird es dagegen schnell rutschig, was bei einem klaren Straßenschuh aber wenig überrascht.
HOKA Mach 7 vs. Mach 6
Im direkten Vergleich zum HOKA Mach 6 bleibt die technische Basis des Schuhs zwar sehr ähnlich: gleicher Stack, gleicher Drop und weiterhin eine superkritische EVA-Zwischensohle. Trotzdem fühlt sich der Mach 7 im Lauf spürbar anders an.
Der Mach 5 und 6 rückte die Serie ein Stück stärker in Richtung Daily Trainer. Er war weich, komfortabel und extrem vielseitig – von locker bis schnell.
Der Mach 7 geht wieder etwas mehr zurück zu den ursprünglichen Tugenden der Mach-Reihe: leicht, dynamisch und performanceorientiert.
Das zeigt sich vor allem im Laufgefühl. Die Sohle wirkt reaktiver, der Abdruck schneller, und der Schuh animiert stärker dazu, das Tempo zu erhöhen. Gleichzeitig bleibt die Dämpfung ausreichend komfortabel für längere Läufe.
Das Ergebnis ist ein Schuh, der sich wieder sportlicher und direkter anfühlt:
- spürbar reaktiverer Abdruck
- schnelleres Abrollen durch den Meta-Rocker
- mehr Performance-Gefühl im gesamten Laufstil
Der Mach 7 bringt damit genau das zurück, wofür viele Läufer die Serie früher geschätzt haben: Leichtigkeit, Tempo und Dynamik – ohne Carbonplatte.
Für wen ist der HOKA Mach 7 geeignet?
Der HOKA Mach 7 ist ideal für Läuferinnen und Läufer, die einen leichten, schnellen Trainingsschuh suchen. Er funktioniert besonders gut für:
- Tempo-Dauerläufe
- Intervalltraining
- schnellere Long Runs
- vielseitige Trainingswochen mit wechselnden Tempi
- HYROX
Für reine Regenerationsläufe oder maximal gedämpfte Komforteinheiten gibt es passendere Modelle im HOKA-Sortiment, wie den Bondi, Skyward, oder Clifton.
Fazit HOKA Mach 7
Der HOKA Mach 7 macht wieder das, wofür die Serie ursprünglich bekannt geworden ist: leicht, schnell und dynamisch sein.
Die Supercritical-EVA-Zwischensohle sorgt für ein reaktives Laufgefühl, der Meta-Rocker unterstützt das Abrollen, ohne es zu dominieren, und das leichte Obermaterial hält den Fuß sicher im Schuh.
Komfort ist weiterhin vorhanden, aber die Performance steht endlich wieder stärker im Fokus. Genau das tut dem Mach gut und macht mir so viel mehr Spaß.
Nach vielen Läufen bleibt vor allem ein Eindruck: Immer, wenn ich den HOKA Mach 7 schnüre, habe ich Lust loszulaufen. Der Schuh vermittelt Dynamik, Leichtigkeit und Laufspaß – ganz ohne Carbon-Schnickschnack.
Ein starkes Upgrade und ein würdiger Vertreter der Mach-Reihe, die sich wieder darauf besinnt, wofür sie seit so langer Zeit geliebt wird.
Unser Autor Lukas
Ich laufe seitdem ich aufrecht stehen kann. Ich komme aus einer Läuferfamilie, daher kann ich mich nicht erinnern, irgendwann nicht gelaufen zu sein. Laufen ist für mich genießen und entspannen. Einfach einmal Gedanken schweifen lassen, am liebsten Offroad und mit möglichst vielen Hindernissen und Schlamm.
So testen wir bei bunert.de!
- Verfügbar in
- 42 2/3 43 1/3 44 44 2/3 45 1/3 46 46 2/3 47 1/3 48 49 1/3
- Pronation
- neutral
- Dämpfung
- normal
- Gewicht
- 237g
- Sprengung
- 5mm
- Verfügbar in
- 38 2/3 40 40 2/3 41 1/3 42 42 2/3 43 1/3
- Pronation
- neutral
- Dämpfung
- normal
- Gewicht
- 201g
- Sprengung
- 5mm
- Verfügbar in
- 42 2/3 43 1/3 44 44 2/3 46 46 2/3 47 1/3 48 49 1/3
- Pronation
- neutral
- Dämpfung
- viel
- Gewicht
- 288g
- Sprengung
- 5mm
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Test: HOKA Mach 5
Eine komfortable und carbonfreie Speedmaschine
Der Hoka Mach 5 ist, wie es der Zusatz im Namen schon sagt, die fünfte Generation des dynamischen Lightweighttrainers. Meine Kollegen und ich waren durchweg vom Vorgänger Mach 4 begeistert. Insofern freue ich mich sehr, den Mach 5 testen zu dürfen.
Der Mach 5 ist laut Hoka ein sehr dynamischer Laufschuh, der schnellste Hoka-Schuh ohne Carbon. Er ist angelegt an den Hoka Carbon X3, nur ohne Carbon, sagte Lukas von Hoka bei uns im Interview.
Hoka selbst spricht davon, dass der Mach 5 eine Kombination aus Mach 4 und dem dynamischeren Mach Supersonic ist. Das klingt in der Theorie erst einmal nach einer idealen Kombination für mich. Ich bin gespannt, wie er sich läuft.
Rein optisch kommt der Hoka Mach 5 sehr schick und durch seine Farbkombination auch ein bisschen aggressiv daher. Der Mach 5 ist Hoka-typisch leicht, bringt 232 Gramm auf die Waage und ist mit 14 Gramm unwesentlich leichter als sein Vorgänger. Er weist eine Sprengung von fünf Millimeter auf. Dies soll dafür sorgen, dass der Fußaufsatz eher im Mittelfuß oder Vorfußbereich stattfindet. Dies wird durch die ausgeprägte „Schaukelstuhlkonstruktion“ der Sohle, Hoka spricht selbst von Meta Rocker, noch verstärkt.
Was ist neu am Hoka Mach 5?
Die wesentlichsten Neuerungen zu seinem Vorgänger verbergen sich zum einen in der Zwischensohle und zum anderen im Mesh.
Von der Passform waren wir schon beim Mach 4 begeistert. An dieser sehr angenehmen Tatsache ändert auch das neue, etwas luftigere Jacquard-Spulen-Mesh des Mach 5 nichts. Der Schuh sitzt an meinem Fuß als würde er schon immer an diesen gehören, wirklich sensationell!
Im Vergleich zu seinem Vorgänger hat Hoka dem Mach 5 die Zwischensohle Profly + verpasst. Der Mach 4 wies „nur“ das Profly-Zwischensohlenmaterial auf. Das kleine „+“ soll den Mach 5 noch reaktiver und dynamischer machen (vgl. Tabelle). Es bleibt dabei, dass der Schuh unter der Ferse weicher ist als im Vorfuß. Gerade der vordere Bereich, wo sich das Profly + vermehrt befindet, weist in der Zwischensohle eine extrem hohe Reaktivität aus, was dafür sorgen soll, dass sich die Dynamik im Abdruck voll entfaltet.
Eine weitere Neuerung am Mach 5 ist eine etwas flachere Zunge, die vom Carbon X inspiriert ist und Gewicht sparen soll, während sie das Wettkampf-Feeling am Fuß verstärkt.
Außerdem hat Hoka dem Mach 5 längere Schnürsenkel spendiert.
Der Hoka Mach 5 ist für die Straße und die Bahn gemacht. Die Außensohle des Mach 5 ist nicht die eines klassischen Laufschuhs, sondern ein EVA-Material, bei dem die Außenschicht gummiert ist. Das bedeutet, dass der Abrieb etwas höher sein dürfte als bei einer klassischen Sohle – gerade bei schwereren Läufern.
Der Hoka Mach 5 im Laufeinsatz
Wie oben schon beschrieben, merke ich direkt nach dem Anziehen des Mach 5, wie sensationell dieser sitzt. Allein das vermittelt schon eine gewisse Dynamik. Meine Strecke führt mich die ganze Zeit über Asphalt, ein Untergrund, den der Mach 5 lieben sollte.
Schon bei meinen ersten Schritten spüre ich den Druck nach vorn, den der Mach 5 mir schenkt. Er rollt sensationell und entfaltet gerade im Abdruck eine ziemlich ungewöhnliche Dynamik. Meine Strecke verläuft auf den ersten zwei Kilometern in der Ebene, der dritte Kilometer geht bergab. Auf besonders steilen Passagen bergab spüre ich die weiche Ferse. In diesen Momenten, wenn man sehr stark über die Ferse läuft, ist ein guter Laufstil gefragt, um nicht wackelig zu werden. Ansonsten fühlt sich der Mach 5 für mich nach einem Laufschuh an, den viele Läuferinnen und Läufer laufen können. Er ist überhaupt nicht wackelig, was sicher auch an der recht breiten Sohle liegen dürfte. Die Kombination aus Dynamik und Komfort ist absolut überzeugend. Klar, Läuferinnen und Läufer, die einen knallharten und direkten Laufschuh (eben so wie früher) suchen, werden den Komfort nicht besonders mögen. Ich hingegen fühle mich im Mach 5 sehr wohl und bin auch die folgenden vier Kilometer flott unterwegs.
Tatsache ist ja unbestritten, dass Lauschuhe in den letzten Jahren immer höher, also mit einem höheren Aufbau, gebaut werden. Hoka und insbesondere deren Erfolg ist für diese Entwicklung sicher einer der Auslöser.
Die Aufbauhöhe ist häufig gleichzusetzen mit „mehr Komfort“ und einer empfundenen „Weichheit“. In den letzten Monaten höre ich vermehrt, dass Läuferinnen und Läufer wieder einen flacheren, härteren und direkteren Laufschuh suchen. Für diese Läuferinnen und Läufer ist Hoka und die Hoka-Bauweise im Allgemeinen eher schwierig.
Fakt ist aber, dass der Mach 5 beim Lauf eine ungeheure Dynamik und einen Speed nach vorn entwickelt. Gleichzeitig bietet er durch seinen Aufbau vergleichsweise viel Komfort. Für mich persönlich ist genau das eine ideale Kombination. Der Mach 5 ist ein Laufschuh, der alles kann, zumindest auf festen und ebenen Untergründen. Durch seine Vielseitigkeit funktioniert er sicher als täglicher Laufbegleiter und gleichzeitig als Wettkampfschuh – und das für alle Distanzen.
Ebenso kann ich mir den Mach 5 als „schnellen“ Zweitschuh für viele Läuferinnen und Läufer vorstellen, die sonst einen im Vergleich komfortableren Laufschuh ihr Eigen nennen.
Für wen eignet sich der Hoka Mach 5?
Für mich reiht sich der Hoka Mach 5 schon jetzt nahtlos in die Erfolgsgeschichten komfortablerer Lightweighttrainer, wie den Saucony Kinvara oder den Brooks Launch, ein. Eine echte Empfehlung für Läuferinnen und Läufer, die einen Laufschuh suchen, der Speed und Komfort gleichzeitig bietet.
Aus meiner Sicht beschränkt er sich dabei nicht nur auf Läuferinnen und Läufer mit einer guten Biomechanik, also einem sehr guten Laufstil. Sicher sollte man ein wenig Athletik mitbringen, um dieser carbonfreien Speedmaschine gerecht zu werden. Man muss aber keinesfalls ein durchtrainierter Asket sein, um im Mach 5 Spaß zu haben.
Unser Autor Christian
Ich laufe seit ich denken kann. Die ersten laufenden Meter habe ich als Kind beim ortsansässigen Leichtathletikverein gemacht. Bis auf einige Jahre als Student bin ich immer gelaufen, jedoch nie ambitioniert. Laufen war immer das, was ich neben meinem eigentlichen Sport (Handball, Tennis und Ski) gemacht habe. Da ich immer Hunde hatte, fiel es mir nie schwer, mich aufzuraffen und in die Wälder zu laufen.
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Test: HOKA ONE ONE Mach 4
Laufen mit Schallgeschwindigkeit?
Der HOKA ONE ONE Mach 4 ist ein äußerst dynamischer Laufschuh, der HOKA-typisch auch eine angenehme Dämpfung zu bieten hat. Das Vorgängermodell Mach 3 ist einer meiner absoluten Lieblingslaufschuhe. Umso mehr freue ich mich, nun auch den Test zum Mach 4 schreiben zu dürfen.
Meine Kolleg*innen haben mir erfolgreich verschwiegen, dass die Testschuhe von HOKA eingetroffen sind und so ist es eine gelungene Überraschung, als mir der Postbote meinen Testschuh ins Homeoffice bringt.
Der HOKA ONE ONE Mach 4: Mehr als ein kleines Update
Als ich den HOKA ONE ONE Mach 4 aus seinem Karton hole, fühlt sich einiges wie ein Wiedersehen an und anderes wirkt unbekannt und neu. Nicht überrascht bin ich vom Gewicht des HOKA ONE ONE Mach 4. Wie eigentlich immer bei HOKA ist der Laufschuh viel leichter, als es das Aussehen vermuten lässt. Der HOKA ONE ONE Mach 4 wiegt nur 232 Gramm.
Was mir allerdings schon beim Betrachten eindeutig auffällt, ist die neue Ausrichtung des Meta-Rockers. Beim Vorgänger war dieser noch eher zurückhaltend ausgeprägt. Der HOKA ONE ONE Mach 4 verfügt hingegen über einen ausgeprägten Early-Meta-Rocker, der über die Fersenkappe des Laufschuhs hinausragt. Auch die hochgezogene Ferse gibt dem HOKA ONE ONE Mach 4 einen ganz eigenen Look. Das leichte und luftige Obermaterial ist dem des Mach 3 hingegen sehr ähnlich. Der bereits erwähnte Early-Meta-Rocker ist schon im Stehen deutlich zu spüren. Wer schon einmal einen HOKA-Laufschuh getragen hat, weiß was ich meine. Es fällt schwer still zu stehen, denn der abgerundete Laufschuh will unbedingt in Bewegung sein. Und wer bin ich, diesem Wunsch im Wege zu stehen?
Laufen oder Fliegen?
Ab auf die Piste mit dem HOKA ONE ONE Mach 4. Ich plane für den Testlauf eine Runde von zehn Kilometern. Die erste Hälfte einlaufen und die zweite Hälfte Gas geben. Der HOKA ONE ONE Mach 4 gehört nämlich zur Kategorie Fly von HOKA. Laufschuhe mit der Klassifikation Fly sollen besonders leicht und schnell sein. Also perfekt, um richtig Tempo zu machen.
Gleich zu Beginn fällt mir auf, dass der HOKA ONE ONE Mach 4 etwas stärker gedämpft ist als sein Vorgänger. Das stärkere Abfedern der Aufprallenergie schmälert allerdings kein bisschen die Dynamik. Im Gegenteil habe ich förmlich das Gefühl, dass mich der Mach 4 bei jedem meiner Schritte nach vorne katapultiert. Das liegt auch an der neuen Rocker-Konstruktion. Es fällt mir zunehmend schwerer, mich zurückzuhalten und den HOKA ONE ONE Mach 4 nicht einfach mit voller Kraft zu laufen.
Nach einigen Kilometern macht sich die neue Fersenkonstruktion bemerkbar. Diese ist höher gezogen und bringt so eine Entlastung der Achillessehne mit sich. Ich hatte zwar vorher auch keine Probleme damit, insgesamt empfinde ich die Passform des Mach 4 aber als sehr angenehm.
Als die ersten sechs Kilometer vorüber sind und ich weder Druck- noch Scheuerstellen bemerke, lasse ich den Mach 4 dann endlich das machen, was er am besten kann: rennen. Hier offenbart der Lightweight-Trainer seine absolute Stärke. Es macht riesigen Spaß, mit dem HOKA ONE ONE Mach 4 über den Asphalt zu fliegen und obwohl jetzt schon einige Kilometer in meinen Knochen stecken, lasse ich mich so mitreißen, dass ich bei Kilometer neun beinahe meine persönliche Bestleistung für einen Kilometer breche.
Fazit: Wer sollte den HOKA ONE ONE Mach 4 laufen?
Nach meinem ersten Testlauf im HOKA ONE ONE Mach 4 bin ich mir in einem ganz sicher: Es wird nicht mein letzter Lauf in dem Lightweight-Trainer gewesen sein. Mir persönlich gefallen die Veränderung im Vergleich zum Vorgängermodell sehr gut. Die neue Fersenkonstruktion setzt genau dort an, wo viele Läufer*innen Probleme haben. Der Early-Meta-Rocker ist zu Beginn etwas ungewohnt, wird sich aber gerade auf längeren Läufen auf jeden Fall bezahlt machen. Der HOKA ONE ONE Mach 4 ist ein sehr leichter und äußerst dynamischer Laufschuh, der aber trotzdem eine angenehme Dämpfung generiert. Neutralläufer*innen und mittelschwere Supinierer*innen finden im HOKA ONE ONE Mach 4 einen Laufschuh für schnelle Läufe mit Spaßfaktor unabhängig von der angestrebten Distanz. Außerdem kann der HOKA ONE ONE Mach 4 theoretisch auch barfuß gelaufen werden, was ihn für Triathlet*innen attraktiv macht.
Unser Autor Milan
Für mich war Laufen immer ein Weg, um mich in der Sommer- und Winterpause beim Fußball fit zu halten. Inzwischen ist Laufen aber eine wichtige Konstante in meinem Alltag geworden. Einerseits kann ich nach langen Tagen beim Laufen abschalten, andererseits kann ich mir immer neue Ziele setzen und meine eigenen Leistungen überbieten. Mir gefällt die Vielseitigkeit dieses eigentlich einseitigen Sports.
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Test: HOKA ONE ONE Mach 3
Mach-Geschwindigkeit im HOKA-Stil
Der Mach 3 von HOKA soll, wie der Name schon vermuten lässt, vor allem durch seine Spitzigkeit und hohe Geschwindigkeit punkten. Er gehört zu der Kategorie Fly von HOKA. Diese legt ihren Fokus auf Speed und das Gefühl zu fliegen. Nur die besonders dynamischen Laufschuhe von HOKA ONE ONE fallen unter diese Kategorie. Genaueres über die HOKA Laufschuhkategorien könnt ihr in unserem Blog erfahren. Die Mach-Reihe ist auf jeden Fall besonders reaktiv und dynamisch, bleibt dabei aber immer HOKA-typisch gedämpft und komfortabel. Das macht den Mach zu einem optimalen Begleiter für schnelle Läufe im Training sowie lange Distanzen in Wettkämpfen. Wie gut der Mach 3 die Tradition fortsetzt und den Spagat zwischen den beiden Extremen meistert, habe ich getestet.
Der Mach 3: Ein (großer) Hauch von Nichts
Beim Herausheben aus der Box gibt es direkt die erste Überraschung beim HOKA ONE ONE Mach 3: Der Laufschuh wiegt, trotz seiner dicken Sohle, viel weniger als das Auge vermuten lässt. Es ist immer wieder erstaunlich, wie HOKA es schafft, Laufschuhe mit so viel Sohle und ausgefeilter Dämpfung so leicht zu gestalten. Der Mach 3 wiegt nur 245 Gramm (US Herrengröße 9). Auch insgesamt macht der HOKA ONE ONE Mach 3 schon in der Hand einen flotten Eindruck. Das Obermaterial aus Jacquard-Mesh ist dünn, leicht und sehr hochwertig. Hier scheint bereits das erste Geheimnis zur Verringerung des Gewichts zu liegen. Auffällig ist außerdem die Fersenlasche, die ein leichteres An- und Ausziehen ermöglicht.
Komfort trifft Dynamik
Beim Anziehen ist das Konzept des HOKA ONE ONE Mach 3 dann auch sofort spürbar. Im Fersen- und Mittelfußbereich ist der Laufschuh auffällig gut gedämpft. Hier spielt die besonders leicht aufgeschäumte EVA-Dämpfung ihre Stärken aus. Im Vorfußbereich unter der Zehenbox ist die Dämpfung dann viel härter. Hier entsteht der dynamische Abdruck beim Laufen. Das Obermaterial legt sich sehr angenehm an meinen Fuß. Es sitzt im Fersen- und Mittelfußbereich eher fest, an den Zehen habe ich aber den nötigen Platz, um meine eigene Laufbewegung zu entfalten. Hier drückt oder kratzt nichts - im Gegenteil entsteht ein sehr angenehmes und luftiges Tragegefühl. Ich spüre außerdem eindeutig die Early Meta Rocker Form des Mach 3. Vor der habe ich mich im Vorfeld ein wenig gefürchtet. Die schaukelstuhlartige Konstruktion sorgt für eine dynamische und gelenkschonende Abrollbewegung, die von der Ferse bis zu den Zehen verläuft. Das ist gerade für Fersenläufer*innen (also diejenigen, die mit der Hacke zuerst aufsetzen) besonders attraktiv, da die Konstruktion in Verbindung mit der geringen Sprengung einen Mittelfußaufsatz fördert. Auch wenn es die meisten nicht wahrhaben wollen, sind fast 90 Prozent aller Jogger*innen auch Fersenläufer*innen. Beim Stehen fühlt sich die Rocker-Form aber nicht mehr besonders bedrohlich an. Stattdessen ist sie beim Gehen sogar sehr angenehm. Mal schauen, wie sich der Mach 3 in Action schlägt.
Der Mach 3 auf der Straße zuhause
Ich wähle für meinen Testlauf erstmal eine kürzere Strecke von sechs Kilometern, die ich des Öfteren im Training laufe. Nach einer kurzen Passage über die Straße laufe ich über einen abwechselnd befestigten und asphaltierten Weg durch den Wald. Nach kurzer Zeit merke ich, dass ich einfach gelaufen bin, ohne mich auf den Laufschuh zu konzentrieren. Das ist eigentlich immer ein gutes Zeichen. Mir fällt nichts negativ auf. Die Meta Rocker des HOKA ONE ONE Mach 3 sorgt für ein äußerst dynamisches und schwungvolles Abrollverhalten. Als sich meine Tracking-App nach zwei Kilometern meldet, wird mir schlagartig bewusst, wie schnell ich eigentlich unterwegs bin. Zwei Kilometer in acht Minuten. Ohne es zu merken, habe ich meine übliche durchschnittliche Pace um fast eine ganze Minute pro Kilometer reduziert.
Der HOKA Mach 3 macht aus mir einen richtigen Geschwindigkeitsjunkie. Nach dieser Feststellung macht mir der Lauf nochmal deutlich mehr Spaß. Zum Ende muss ich dann aber feststellen, dass mein Körper noch nicht bereit ist, solche Geschwindigkeiten über längere Zeit aufrechtzuerhalten. Ich quäle mich nach Hause, bin aber von der Dynamik des Mach 3 begeistert. Zwei Tage später laufe ich eine längere Strecke mit einem etwas ruhigeren Tempo und komme nun in den Genuss, die ausgewogene Dämpfung richtig zu erkunden. Laufen mit dem HOKA Mach 3 macht einfach Spaß. Eine sportliche Geschwindigkeit paart sich mit der für diese Laufschuhkategorie hervorragenden Dämpfung, die so typisch für HOKA ist. Die geringe Sprengung von vier Millimetern gibt mir einen guten und direkten Bodenkontakt. Das besonders leichte Gewicht ist gerade auf längeren Strecken ein Genuss.
Am besten spielt die Kunststoffsohle des Mach 3 ihre Stärken auf Asphalt oder befestigten Wegen aus. Ich habe immer ein sichereres Gefühl unter den Füßen, würde den HOKA ONE ONE Mach 3 aber nur ungern über einen Trail quälen. Dafür macht es viel zu viel Spaß, mit ihm über den Asphalt zu fliegen.
Fazit HOKA ONE ONE Mach 3: Der Name ist Programm
Der HOKA ONE ONE Mach 3 ist ein sehr spritziger Laufschuh mit geringem Gewicht, der bei geübten Läufer*innen aufgrund seiner tollen Dämpfung auch über lange Distanzen performen kann. Neutralläufer können diesen Laufschuh problemlos tragen, egal ob sie Fersen- Mittelfuß-, oder Vorfußläufer sind. Er ist eine bequeme Alternative für diejenigen, die immer nur extrem harte Lightweight-Trainer laufen oder aber eine schnellere Variante für diejenigen, die normalerweise eher gemütlich unterwegs sind. Ich bin nach meinem Test auf jeden Fall ein Fan und werde den Mach 3 weiterhin im Training und bei Wettkämpfen tragen.
Unser Autor Milan
Für mich war Laufen immer ein Weg, um mich in der Sommer- und Winterpause beim Fußball fit zu halten. Inzwischen ist Laufen aber eine wichtige Konstante in meinem Alltag geworden. Einerseits kann ich nach langen Tagen beim Laufen abschalten, andererseits kann ich mir immer neue Ziele setzen und meine eigenen Leistungen überbieten. Mir gefällt die Vielseitigkeit dieses eigentlich einseitigen Sports.
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