Laufschuhgröße – welche ist die Richtige?

Rucke die guh, Blut ist im Schuh, der Schuh ist zu klein.

Bei Laufschuhen gibt es immer die Diskussion über die richtige Größe des Schuhs. Worauf ihr bei der Größenwahl des Laufschuhs achten solltet und wie man die individuell perfekte Laufschuhgröße bestimmt, versuchen wir im Folgenden zu klären:

Anfängerfehler:

Der häufigste Fehler bei der Auswahl der richtigen Laufschuhgröße ist, dass viele Läufer zu kleine Laufschuhe tragen. Bei der Anprobe eines Laufschuhs sollte man nicht vorgehen wie bei der Anprobe eines Straßenschuhs. Dort achtet man meist auf die Optik und solange nichts unerträglich drückt und man mit den Zehen nicht schmerzhaft vorne anstößt, scheint der Schuh zu passen. Bei Laufschuhen ist die Sache leider etwas komplexer:

Normalerweise gilt die Faustregel, dass man mindestens eine Daumenbreite Platz nach Vorn in der Zehenbox haben sollte. Dies ist allerdings von mehreren Faktoren abhängig:

Die Tageszeit

Auch wenn es zuerst komisch klingt, ist die Tageszeit, zu der wir einen Laufschuh anprobieren entscheiden. Nach dem Aufstehen sind die Füße relativ klein, da die Fußmuskulatur gut erholt ist, und durch die Ruhephase die Fußknochen eng beieinander sind. Umso länger wir auf den Beinen sind und je mehr wir uns bewegen, desto mehr sackt das Fußgewölbe ab, die Knochen spreizen sich und gehen auseinander. Das Resultat ist ein größerer Fuß. So kann es sein, dass der Fuß am Abend eine ganze Nummer größer ist als am Morgen. Wenn man den Laufschuh also morgens anprobiert, sollte man lieber etwas großzügiger mit dem zusätzlichen Platz sein. Probiert man Laufschuhe abends, nach einer langen Trainingseinheit an, so ist auch eine knappe Daumenbreite Platz ausreichend.

Ergo: Je länger man auf den Beinen ist, desto größer ist der Fuß.

Die Strecke

Genau wie bei der Tageszeit geht es auch bei der geplanten Laufstecke um die Ermüdung der Fußmuskulatur. Zusätzlich schwillt der Fuß umso mehr an, je länger man unterwegs ist, da durch die Belastung mehr Blut in die Extremitäten fließt und nur langsam zurück transportiert wird. Um diesen Effekt zu mindern, kann man auf Kompressionsstrümpfe zurückgreifen.

Sollte man also einen Wettkampfschuh für eine schnelle fünf Kilometerdistanz oder das Bahntraining aussuchen, darf der Schuh ruhig etwas fester und enger am Fuß sitzen, da man so an Dynamik gewinnt. Außerdem zieht man einen solchen Laufschuh meist nach 30 Minuten wieder aus, sodass die Belastung für den Fuß überschaubar bleibt. Hat man vor, einen Marathon oder eine andere lange Distanz zu laufen, ist es wichtig, dass der Fuß viel Platz hat, damit es einem nicht ergeht wie Aschenputtels böser Stiefschwester. Bei einer Dauerbelastung kann schon eine kleine Druckstelle zu einer Blutblase, oder ein regelmäßiges Anstoßen zu einem aufgefallenen Zehennagel führen. Daher tut euch selbst einen Gefallen und nehmt den Schuh noch etwas größer!

Ergo: Je länger die geplante Distanz, desto größer ist der benötigte Platz.

Socken

Zusätzlich kommt noch der Faktor des richtigen Sockens ins Spiel. Es ist extrem wichtig beim Anprobieren eines Laufschuhs auch den Socken am Fuß zu haben, den man auch beim Laufen trägt. Generell sind Laufsocken empfehlenswert, die eng am Fuß sitzen und somit keine Faltenbildung zulassen. Dadurch kann man das Risiko, sich Blasen zu laufen deutlich verringern.

Mehr Platz - mehr Freiheit

Die Laufschuhgröße beeinfluss maßgeblich die Art wie wir Laufen. Da der menschliche Fuß ursprünglich zum Barfußlaufen ausgelegt war, macht der Fuß bei jedem Schritt eine greifende Bewegung, und um sich beim Aufsetzen am Boden festzuhalten. Diese Bewegung findet unbewusst auch im Laufschuh oder Straßenschuh statt. Wenn man durch zu enge und zu kleine Schuhe diese Bewegung einschränkt, wird die Abrollbewegung unnatürlich, weshalb gerade bei längeren Distanzen Taubheitsgefühle im Ballen, Mittelfuß und Zehenbereich auftreten können. Außerdem kann der Fuß verkrampfen, was ebenfalls sehr schmerzhaft seinen kann.

Laufschuhgröße

Großer Schuh – wenig Halt?

Nun könnte man denken, dass sich durch den Platz im Vorfußbereich die Stabilität des Laufschuhs verschlechtert. Dies ist nicht der Fall: Die Stabilität eines Laufschuhes entsteht durch den festen Halt im Mittelfußbereich, der den Fuß umschließt und in die Fersenkappe drückt. Die Fersenkappe sorgt für zusätzlichen Halt und fixiert den Fuß. Beim Abdruck steht der Läufer auf dem Vorfuß und die Stabilität resultiert aus der kinetischen Energie, die vom Fuß auf den Untergrund ausgeübt wird. Daher ist die eng anliegender Vorfußbereich für die Stabilität eines Laufschuhs nahezu irrelevant. Schlappt ein Schuh liegt das meist nicht an der Größe des Schuhs, sondern daran, dass die Passform nicht optimal ist. Wenn man vom Gefühl mehr Stabilität benötigt gibt es ein paar Tricks, wie man das erreichen kann: Laufschuh Schnürtechniken

Solltest du dir jetzt noch unsicher sein, welche Laufschuhgröße du benötigst, nutzt einfach unser Kontaktformular oder ruft uns an.
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