Mehr Spaß beim Laufen? So geht‘s

Wer mit dem Laufen beginnt, hat vielleicht die Vorstellung vor Augen, einfach loszulaufen und wie eine Gazelle durch die Stadtparks zu traben. Locker, anmutig, elegant. Vor allem mühelos! Die Realität sieht leider bei den meisten Anfängern anders aus: Die Gazelle fühlt sich eher nach Nilpferd an und das Tänzeln ist mehr ein Stapfen. Der Kopf ist hochrot, die Beine brennen und die Lunge droht zu platzen. Das soll Spaß machen?

Wer es schafft, dran zu bleiben und sich durch den schwierigen Laufeinstieg zu kämpfen, hat später nur noch Spaß beim Laufen. Ein Runner’s High nach dem anderen. Oder? Das muss nicht so sein. Trotzdem können wir an Sportarten Gefallen finden, die auf den ersten Blick nicht unbedingt der Quell purer Freude sind. Denn jeder kann laufen!

Tipps für mehr Spaß beim Laufen

1. Stell dir die Frage nach dem Warum!

Finde heraus, weshalb du läufst. Brauchst du einen Ausgleich zum stressigen Alltag? Dann lass die Pulsuhr und das Smartphone mal zuhause. Geh einfach laufen und kümmere dich nicht um Zeiten! Bist du ehrgeizig und möchtest dich mit neuen Bestzeiten für dein Training belohnen? Gönn dir etwas! Das können eine Leistungsdiagnostik oder ein individueller Trainingsplan sein. Beides kann dir einen Motivationsschub verpassen und nicht nur die Sinnfrage beantworten, sondern auch den Spaß beim Laufen zurückbringen.

2. Sorge für Abwechslung!

Du läufst immer die gleiche Strecke in der gleichen Geschwindigkeit? Klar, das wird langweilig. Baue Fahrtspiele oder Intervalltrainings ein, erkunde die Gegend oder laufe mit einem neuen Trainingspartner zusammen. Du kannst beim Laufen auch die Tageszeiten variieren: morgens vor der Arbeit, abends in der Dämmerung oder mal in der Mittagspause. Läufst du normalerweise flache Strecken, probiere ein paar Hügel oder tausche Asphalt gegen Trails.

3. Besuche Events!

Es gibt unheimlich viele verschiedene Laufveranstaltungen. Vielleicht ist ja eine davon genau dein Ding? Besuche doch mal den Volkslauf im Dorf nebenan, der für das erstklassige Kuchenbuffet bekannt ist. Wie wäre es zur Abwechslung mit einem Crosslauf, einer Marathon-Staffel mit Freunden oder einem Hindernislauf? Hast du Duathlon oder Triathlon schon ausprobiert?

4. Erzwinge nichts!

Viele kennen das Gefühl, komplett im Moment aufzugehen und drumherum alles zu vergessen. Ohne Zeitgefühl erscheint das Laufen auf einmal mühelos. So ein Flow-Moment lässt sich nicht erzwingen, ganz im Gegenteil: Je mehr man sich darauf konzentriert, desto schwieriger wird es, diesen Zustand zu erreichen. Versuche stattdessen, dich nicht zu stressen. Fokussiere dich auf jeden deiner Schritte, deine Atmung, auf die Geräusche der Umgebung, die Schönheit der Natur. Lasse die Gedanken schweifen und genieße den Moment!

5. Denk zurück!

Es wird nicht leichter, sondern du wirst besser. Mit deiner Leistungsfähigkeit steigen auch die Ansprüche, so dass du hin und wieder das Gefühl haben wirst, dass du nicht weiterkommst. Alles scheint noch genauso anstrengend zu sein und nie einfacher zu werden. In diesen Momenten hilft es, sich an die Anfänge zurück zu erinnern. Weißt du noch, wie anstrengend der erste Lauf war? Wie viele Gehpausen du einlegen musstest? Wie schwer dir die ersten fünf Kilometer gefallen sind? Dein erster Halbmarathon? Denk zurück und freue dich darüber, was du schon geschafft hast!

Und nie vergessen: Egal, ob Nilpferd oder Gazelle, Laufen soll Spaß machen!