Laufschuhtechnik: HOKA ONE ONE Meta Rocker

Hoka Meta Rocker: Ein Schaukelstuhl für Läufer

Vor wenigen Jahren war HOKA ONE ONE noch relativ unbekannt und jetzt drängt die amerikanische Laufschuhmarke mit Riesensätzen auf den europäischen Markt. Vor allem die Ungewöhnliche Sohlenkonstruktion fällt bei Laufschuhen von HOKA ONE ONE sofort ins Auge. Hier spricht HOKA selbst von der sogenannten „Meta Rocker“ Sohle. Was es damit auf sich hat, klären wir im Folgenden.

Der HOKA Meta Rocker – was ist das?

Der HOKA Meta Rocker beschreibt die geometrische Struktur des Außensohle des Laufschuhs. Diese ist relativ flach, aber im Fersen- und Vorfußbereich hochgezogen. Dadurch soll das Abrollen erleichtert werden und auch der Vortrieb beim Laufen gesteigert werden. Seinen Namen hat diese Meta Rocker Konstruktion von dem englischen Wort für Schaukelstuhl (Rocking Chair) da die Außensohle optisch an einen solchen erinnert. 

HOKA ONE ONE Meta Rocker

Was bringt der HOKA Meta Rocker?

Der Meta Rocker ist typisch für die Laufschuhe von HOKA und fällt sofort ins Auge. Oft wird diese schaukelstuhlartige Form mit MBT-Schuhen verglichen, allerdings hat der Meta Rocker eine völlig andere Funktion. Durch die konvexe Außensohle wird gewährleistet, dass der Laufschuh nach vorn abrollt, egal ob der Läufer auf der Ferse oder im Mittelfuß aufsetzt. So wird der Laufstil reaktiver und die Bodenkontaktzeit nimmt messbar ab. Soviel die Theorie, aber wie sieht es in der Praxis aus?

Lukas testet den HOKA Meta Rocker

Der HOKA Meta Rocker ist in seiner Konstruktion einzigartig und auch nicht mit anderen Herstellern zu vergleichen. Damit ich mir eine ordentliche Meinung zum Thema Meta Rocker bilden kann, habe ich zahlreiche HOKA Laufschuhe (Clifton, Cavu, Mach und Tracer) ausgiebig getestet.

Als ich das erste Mal in einem HOKA Laufschuh stand, war der Meta Rocker – auch ohne, dass ich damals den Namen kannte – sofort deutlich zu spüren. Dies äußerte sich dadurch, dass ich das Gefühl hatte, nach hinten umzukippen. Insgesamt fühlte sich der Schuh (HOKA Clifton 3) Damals recht wackelig an. Zudem kam die weiche Dämpfung, die ebenfalls ungewohnt war und den instabilen Eindruck verstärkte. Dies änderte sich aber beim Laufen schlagartig: Das schwammige und instabile Gefühl was sofort verschwunden, die Dämpfung dabei aber weiterhin maximal. Dies war zum größten Teil der Meta Rocker Konstruktion geschuldet.

Was sofort auffällt ist, dass der flache Aufbau und die geringe Sprengung der HOKA-Schuhe sehr gut mit dem Konzept des Meta Rocker harmonisieren: Ich tendiere sofort dazu, mehr im Mittelfuß und Vorfußbereich aufzusetzen, solange dies meine Muskulatur zulässt. Bei starker Ermüdung lande ich selbstverständlich stärker auf der Ferse. Hier kommt der Meta Rocker zum Einsatz. Egal wo mein erster Bodenkontakt stattfindet, die konvexe Sohlenkonstruktion gibt mir das Gefühl, mich dynamisch und schnell über den Vorfuß abdrücken zu können. Der Vortrieb, der dadurch entsteht, gibt den HOKA-Laufschuhen ein sehr einzigartiges Laufgefühl. Daraus resultiert, dass ich mich beim Testen diverser HOKA-Laufschuhe zurückhalten musste, nicht ständig zu schnell zu laufen. Nach einer Eingewöhnungsphase legt sich dies aber recht schnell. Was bleibt, ist das mühelose und leichte Laufverhalten. Dies haben alle HOKA-Schuhe gemeinsam – selbsterklärend in verschiedenen Abstufungen der Dynamik und Leichtigkeit.

Fazit: HOKA Meta Rocker

Der HOKA Meta Rocker ist eine interessante Konstruktion, die es schafft, auf relativ einfache Art ein dynamisches und natürliches Laufverhalten zu fördern. Zusammen mit dem Aktiv Footframe und der maximalen Dämpfung macht dies HOKA zu seiner interessanten Laufschuhmarke, die jeder einmal ausprobieren sollte.