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Carbonlaufschuhe

Was bringt das Hightech-Material beim Laufen?

Das Thema Carbon ist seit einiger Zeit aus der Laufszene nicht mehr wegzudenken und Läuferinnen und Läufer kommen daran kaum noch vorbei. Freizeit- oder Hobbyläufer beschäftigen sich ebenfalls damit, auch wenn die meisten Laufschuhe mit Carbon in der Zwischensohle eher für den Einsatz im Wettkampf und die richtig schnellen Trainingseinheiten gedacht sind. Den folgenden Beitrag widmen wir dem Thema „Carbon im Laufschuh“ ausführlich und gehen auf Eigenheiten und Vorteile ein.

Carbonlaufschuhe

Bereits in den 90ern tüftelten einige Laufschuhmarken mit dem Werkstoff Carbon in ihren Laufschuhen. 2001 erblickte der Adidas Gazelle Pro Plate das Licht der Laufstrecke, war aber schnell auf Grund der sehr teuren Technik wieder verschwunden. Ende 2015 kam mit dem Asics MetaRun ein Schuh auf den Markt, der eine Mittelfußbrücke mit Kohlefaseranteilen besaß, um mehr Stabilität zu bieten. Einen extremen Push erhielt das Ganze, als Nike mit dem Projekt „Breaking 2“ für Furore sorgte, um die Marathondistanz unter 2 Stunden zu laufen. Dafür wurde der Vaporfly 4% entwickelt, der eine Carbonplatte in der Zwischensohle verbaut hatte, die den Runningschuh steif wie ein Brett machte.

Exkurs: Was ist Carbon eigentlich? Carbon bezeichnet das chemische Element Kohlenstoff. Was aber umgangssprachlich mit Carbon gemeint ist, müsste carbonfaserverstärkter Kunststoff – abgekürzt CFK – genannt werden. Dieser Kunststoff ist ein Verbundwerkstoff aus Kohlenstoff in Faserform und weiteren Kunstfasern wie zum Beispiel Epoxidharzen. Daraus entsteht eine komplexe Verbindung, die hohe Steifigkeit mit Leichtigkeit kombiniert.

Eliud Kipchoge konnte beim „Breaking 2“-Projekt die magische Grenze nicht knacken – dies tat er dann zwei Jahre später in Wien – aber um den Einsatz von Carbon in Laufschuhen war ein neuer Hype losgetreten worden. Hersteller wie Brooks, Saucony, Hoka, New Balance und Adidas haben ihre Entwicklungsteams angetrieben, ebenfalls Schuhe mit Carbon in der Zwischensohle an den Start zu bringen.

Was ist der Vorteil von Carbon in Laufschuhen?

Zuerst einmal ist es nicht das Material allein, welches einen Vorteil erzeugt. Fast alle Modelle kombinieren zur steifen Carbonplatte einen Zwischensohlenschaum, der reaktiv, weich und mit rückfedernden Eigenschaften ausgestattet ist. Wenn dann das Dämpfungsmaterial seine Arbeit verrichtet, geht viel Energie beim Abdruck wieder an den Läufer zurück. Erst das Zusammenspiel dieses „Superschaums“ mit dem Werkstoff Carbon sorgt für den Spaß. Laufende müssen beim Abrollen die Zehen nicht mehr krümmen. Die Zehengelenke werden durch die unflexible Platte steif gehalten und somit kann bei jedem Schritt Energie gespart werden. Hätte der Läufer nur den reaktiven und weichen Dämpfungsschaum ohne Carbonplatte unter dem Fuß, würde das Ganze extrem schwammig und wackelig werden. Das Laufen in Laufschuhen mit Carbon sorgt für einen Push-Effekt, der Laufende wie von einer Sprungfeder getrieben nach vorne treibt. Je höher jetzt noch das Tempo ist, desto größer ist der Vorteil solcher Schuhe für Läufer.

Das liest sich in der Theorie alles prima und auch Hobby- und Freizeitläufer werden hier hellhörig. Aber durch die Konstruktion der Schuhe mit Carbonplatten wird die Beanspruchung auf die Muskulatur im Bereich der Wade sowie auf die Achillessehne durch den steifen Aufbau deutlich größer. Das kann das Verletzungsrisiko erhöhen und zu Überbelastungen führen. Der extreme Push erfordert eine solide Grundstabilität und gute Körperspannung. Denn wenn du im Becken- bzw. Hüftbereich nicht genügend Spannung beim Fußaufsatz mitbringst, schlägt der Push direkt ins Knie und in die Hüfte und du bekommst den möglichen Effekt nicht umgesetzt. Auch dies ist mit ein Grund dafür, dass Carbonlaufschuhe sich eher an die erfahrenden Läuferinnen und Läufer richten. Und selbst von vielen Topathleten werden sie nur selten im Training genutzt, sondern für den Wettkampf „aufgespart“.

Kann ich einen Carbonschuh laufen?

Für das Laufen in Carbonschuhen solltest du eine gewisse Grundstabilität und einen sauberen Laufstil mit einem Fußaufsatz eher Richtung Mittel- und Vorfuß mitbringen. Dann können die Laufschuhe richtig Spaß machen, wenn sie dich nach vorne pushen, die Schrittlänge vergrößern und dir zu flotterem Tempo verhelfen. Aber versuchte dich zu zügeln und starte langsam und mit Bedacht das Training mit Carbonlaufschuhen. Zudem sollte dir klar sein, für welchen Einsatzzweck du den Schuh wählst. Denn Schuhe, die nur für den Wettkampf an den Fuß kommen – wie der Brooks Hyperion Elite oder der Adidas Adizero Adios Pro – müssen sicherlich andere Eigenschaften mitbringen als ein Hoka Carbon X 3, der aufgrund seiner Eigenschaften auch im Training zum Einsatz kommen kann. Seid ehrlich zu euch selbst und überlegt, ob nicht ein leichterer, flexiblerer Zweitschuh als Ergänzung zum komfortabel gedämpften Trainingsschuh Sinn ergibt, um schneller zu werden.

Carbonschuh ist nicht gleich Carbonschuh

Bei den Laufschuhen mit Carbonplatte kommt es immer auf die Kombination aus Zwischensohlenschaum und Carbonplatte an. Die Racer für den Wettkampf erzeugen durch ihren Aufbau einen größeren Push. Oftmals ist hier de Platte aggressiver gebogen und der Schaum höchst reaktiv. Je steifer die Platte, umso größer der Vortrieb.

Andere Modelle sind dagegen nicht so extrem und bieten eine interessante Ergänzung fürs Training. So hat zum Beispiel der Scott Speed Carbon RC eine Carbitexplatte, die deutlich flexibler ist, wenn du den Schuh in lockerem Tempo läufst. Je flotter du unterwegs bist, um so steifer wird die Platte und somit der Schuh.


Unser Autor Martin

Martin von bunert.de

Damals beim Fußball musste ich laufen. Ich musste erst 20 Jahre alt werden, um zu erkennen, dass Laufen Spaß machen kann. Seitdem laufe ich gerne – sowohl in Gruppen als auch allein. Das Laufen ist für mich eine hervorragende Möglichkeit, um fit und aktiv zu bleiben. Zudem hält Laufen jung – das merke ich bei jedem Lauf im Regen, wenn ich jede Pfütze mitnehme.

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