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Hanniel aus Düsseldorf

Laufen ist für Hanniel kein Einzelsport, deshalb ist er in seiner Run Crew Bridgerunners aktiv und schätzt den Austausch mit den anderen #DeinErsterMarathon-Gewinnern. Zu Beginn ist dabei wohl etwas zu viel Motivation übergeschwappt, so dass er sich kaum bremsen konnte. Wie das Laufen nun mit Trainingsplan klappt, erzählt er im Interview.

Woher kommst du und was machst du so im normalen Leben?

Ich wohne seit ein paar Jahren in Düsseldorf und bin auf der Arbeit als User Experience und User Interface Designer viel vor dem Rechner. Meine überschüssige kreative Energie stecke ich in die Fotografie.

Erzähl doch mal: Wann und warum hast du angefangen, zu laufen?

Ich habe ziemlich genau am 22. Mai 2019 angefangen. An dem Morgen war ich mit einem Freund eine gemütliche Runde joggen. Aus Spaß haben wir uns nach dem Lauf und noch voller Endorphine darauf geeinigt, einen Halbmarathon unter 90 Minuten zu laufen. Der Haken: Ich wusste nicht mal, was für eine Strecke das ist!

Anfangs war das Laufen eher Me-Time und der Ausgleich zur Arbeit, dann wurde es immer mehr zur Freizeit mit Freunden. Daraus hat sich dann unsere kleine Crew Bridgerunners entwickelt, wo wir uns gegenseitig motivieren und austauschen können. Der Einstieg beim Laufen ist so einfach, Schuhe an und los!

Was war bisher dein eindrucksvollstes Lauferlebnis?

Natürlich war es der erste offizielle Halbmarathon Ende November in Famalicao, Portugal. Ich erinnere mich noch genau an das Gefühl an der Startlinie zu stehen und wie ich voller Vorfreude und mit Selbstbewusstsein auf die Frage, ob ich nervös sei, "Nein" antwortete. Mit dem Team hatte ich die beste Vorbereitungsphase, die ich mir wünschen konnte. Der Lauf ging trotzdem ans Eingemachte und am Ende hat es für die 90 Minuten auch nicht ganz gereicht, aber mit 1:32:23 Stunden war ich verdammt nah dran!

Was ist deine Motivation, bei #DeinErsterMarathon teilzunehmen? Warum ausgerechnet Marathon?

Ich hatte mich Anfang des Jahres zwischen Triathlon und Marathon eigentlich für den Triathlon als nächstes Ziel entschieden. Die Schicksalsfee hat wohl gemerkt, dass es mit dem Schwimmen so schnell nichts wird und umentschieden. Am meisten habe ich Respekt vor "dem Mann mit dem Hammer". Ich habe schon einiges über ihn gelesen und bin gespannt, wie sich die letzten Kilometer eines Marathons wirklich anfühlen.

Wie hast du reagiert, als du erfahren hast, dass du dabei bist?

Einige von unserer Laufgruppe hatten sich bei dem Projekt beworben und der Gruppen-Chat war Montagmorgen schon geflutet von traurigen Emojis. Auf dem Weg zur Arbeit habe ich dann sicherheitshalber nochmal in den Spam-Ordner nachgesehen und erfahren, dass ich dabei sein darf. Der restliche Weg ähnelte dann einem Disney Film, bei dem kleine Cartoonvöglein um mich rumschwirrten. Den Rest des Tages hatte ich ein breites Grinsen im Gesicht.

Wie lief dein Training in den letzten Wochen?

Ich hatte anfangs voller Motivation meinen Wochenumfang absurd gesteigert und durfte erstmal eine schmerzhafte Zwangspause einlegen. Zurück auf dem Boden der Realität und Vernunft konnte ich dank des Trainingsplans von bunert Düsseldorf verletzungsfrei meinen wöchentlichen Umfang erhöhen. Die Dauerläufe werden immer länger und der Respekt vor dem Marathon immer größer! Nach meinem ersten 35-Kilometer-Lauf wusste ich, dass es definitiv körperlich und vor allem mental anstrengend wird.

Ich hatte schon immer einen großen Appetit, aber zurzeit bin ich noch großzügiger bei den Eisportionen. Bei so einem Ausdauerevent sind Ernährung und Stoffwechsel zwei Themen, mit denen ich mich mehr auseinandersetze.

Gab es einen Moment, in dem du gezweifelt hast?

Es gibt immer Hochs und Tiefs, aber Motivation ist nur ein netter Bonus – am Ende zählt die Routine. Natürlich gibt es Tage, an denen man einfach nicht will oder kann. Gerade finde ich es wichtig, immer mehr zu verstehen, wie die physiologischen Abläufe funktionieren und auch dauern. Man darf nicht nur das überwältigende Ziel am Ende sehen. Die Reise zum Ziel, Schritt für Schritt, gehört eben dazu!

Wie war deine Leistungsdiagnostik?

Bei der Leistungsdiagnostik fühlt man sich wie ein richtiger Athlet und als Hobbyläufer so etwas durchzuführen, war für mich schon sehr aufregend. Wahrscheinlich ist es schon deutlich geworden, aber ich finde die ganze Wissenschaft dahinter unheimlich interessant. Der Einstieg in den Laufsport ist super einfach, aber bietet auch eine unheimliche Tiefe.

Nach der Auswertung meiner Atemgase kenne ich wirklich die Pace-Zonen, die mich weiterbringen und ich komme nicht in Versuchung, meine langsamen Läufe zu schnell zu laufen. Da merkt man, dass wir bei den Laufexperten gut aufgehoben sind.

Was bedeutet die Absage des Berlin-Marathons für dich? Bist du trotzdem motiviert, im Herbst deinen ersten Marathon zu laufen?

Der Berlin Marathon ist jetzt definitiv auf meiner Bucket-List und wird dann zukünftig nochmal anvisiert.

Meinen ersten Trainingshalbmarathon bin ich in Düsseldorf auf einer 800-Meter-Runde im Zoopark gelaufen. Also auch wenn der erste Marathon nicht in Berlin stattfindet, habe ich Spaß am Training und bin gespannt auf unseren ersten Marathon.

Obwohl wir viel allein trainieren mussten, kann man sich heutzutage ja auch über Instagram, WhatsApp, Garmin, Strava und Co. vernetzen und gegenseitig anfeuern. Ich freue mich aber schon auf die gemeinsamen Läufe und die anderen noch etwas näher kennen zu lernen. Laufen ist eben kein Ego-Sport, sondern ein Community-Ding, bei dem man sich auch mal gegenseitig quälen muss!

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