Laufschuhtechnik: BROOKS Guide Rails

Auf der Suche nach der perfekten Stabilität

Bei Laufschuhen wird in Bezug auf die Stabilität vor allem zwischen zwei Laufschuharten unterschieden: neutrale und stabile Laufschuhe.
Neutrale Laufschuhe versuchen möglichst wenig in das Laufverhalten des Läufers einzugreifen und somit den natürlichen Laufstil zu erhalten. Gestützte Laufschuhe werden immer dann eingesetzt, wenn der Läufer eine Fehlstellung aufweist, wie beispielsweise eine zu starke Pronationsbewegung. Laufexperten und Hersteller hatten bisher meist ihren Fokus bei der Laufanalyse und der Korrektur einer Fehlstellung auf das Sprunggelenk gerichtet.

In letzter Zeit geht der Trend allerdings dahin, die Pronationsbewegung ganzheitlich zu betrachten und die Ursachen eine Überpronation im Hüftbereich und im Knie zu suche. Entsprechend geht auch die Bemühung der Laufschuhhersteller dahin, an diesen Stellen den Körper zu unterstützen. BROOKS hat eine innovative Technologie herausgebraucht, um mögliche Fehlstellungen im Knie zu verhindern: die BROOKS Guide Rails. Diese hat BROOKS schon im BROOKS Transend 5 (Herren | Damen) verbaut, und wird künftig auch im BROOKS Adrenaline 19 und im Bedlem verbaut. Wie diese Guide Rails funktionieren und ob diese Technologie für die nötige Stabilität sorgen kann, haben wir uns für euch angeschaut.

Die Technik der BROOKS Guide Rails

brooks guide rails

Die BROOKS Guide Rails sind (wie auf den Bildern zu sehen) im Fersenbereich der Mittelsohle eingelassene Elemente, die über eine höhere "SHORE-Härte" (Werkstoffhärte für Kunststoffe) als das umgebende Material verfügen.
Die Anordnung soll die Ferse des Läufers beim gesamten Bodenkontakt stabil halten und seitliches hin und her wackeln im Laufschuh verhindern. Da eine seitliche Bewegung der Ferse sich beim Laufen auf das Knie überträgt und dort zu Verletzungen führen kann, bemüht sich BROOKS dieses Risiko mit den Guide Rails zu minimieren.

Daher greifen die BROOKS Guide Rails nur geringfügig in die eigentliche Pronationsbewegung ein und geben dem Läufer so die Freiheit, den eigenen Laufstil unbeeinträchtigt zu verfolgen.

Fazit

Die entscheidende Frage: Funktionieren die BROOKS Guide Rails? Bei unserem Test konnten die Guide Rails überzeugen. Beispielsweise der BROOKS Adrenaline GTS 19, der Anfang 2019 mit der Guide Rails Technologie auf den Markt kommen wird, fühlt sich anfänglich weniger stabil an als der BROOKS Adrenaline GTS 18 (Herren | Damen).
Allerdings wird erkenntlich, dass der BROOKS Adrenaline GTS 19 trotz einer geringeren medialen Pronationsstütze das selbst Maß an Stabilität bietet. Vor allem die deutlich reduzierten seitlichen Bewegungen im Kniegelenk fallen sehr positiv auf. Daher sollten Laufschuhe mit der Guide Rails Technologie vor allem für Läufer mit Knieproblemen ein echter Geheimtipp sein.

Wer mit BROOKS Laufschuhen nicht zurecht kommt, kann als Alternative die Laufschuhe der Marke Hoka One One verwenden, da die Konstruktion der Mittelsohle einen ähnlichen Effekt hat wie die BROOKS Guide Rails.