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#LocalRunHero Jochen

Unser LocalRunHero Jochen hat es heldenhaft geschafft, seine Liebe zur Couch, Netflix und Kartoffelchips mit dem Laufen zu verbinden und dabei sein Übergewicht loszuwerden. Sein heroisches Ziel ist es 2019 mehr Kalorien beim Laufen zu verbrennen, als er durch den Verzehr von Kartoffelchips zu sich nimmt und nebenbei einen Halbmarathon in unter 1:50 Stunden zu finishen.

Das Wichtigste vorweg: Hast du mehr Kalorien durch das Laufen verbrannt, als du durch Kartoffelchips zu dir genommen hast?

localrunhero JochenIch bin ja so ein bisschen ein Zahlenfreak. Was man in Zahlen fassen kann, das fasse ich dann auch in Zahlen. Beim Laufen hat es mir die Plattform runalyze.com angetan, in der ich seit über zwei Jahren meine Läufe speichere und auswerte. Das war in der Anfangszeit noch die reine Kilometerzahl gepaart mit der Zeit. Später habe ich meine alte Pulsuhr entstaubt und diese Werte dazu genommen. Seit ein paar Wochen ziert mein Handgelenk so eine neumodische Laufuhr mit GPS, viel Gepiepse und Geblinke und ein Hightech-Brustgurt liefert noch ein paar zusätzliche Messwerte. Seitdem kann ich schon an der Balance der Bodenkontaktzeit nach dem Lauf sehen, wie gut es mir gerade geht.

Ach ja, die Frage. Also, ich gehe mal davon aus, dass das mit meinem Jahresziel so hinhaut, denn beim Verzehr der Chipstüten war ich nicht ganz so eifrig, was die Dokumentation angeht. Meine Waage erholt sich gerade von einer vierwöchigen partiellen Trainingspause, zu der mich eine Erkältung und anschließende Hüftprobleme gezwungen haben. Ich bin also gerade dabei, mein Training langsam wieder hochzufahren und damit steigt auch wieder mein Kalorienverbrauch, was das Erreichen meines Zieles wieder wahrscheinlicher macht. Ich habe aber in der Trainingspause in den sauren Apfel beißen müssen und meinen Chipsverzehr etwas reduziert. Wobei die Tatsache, dass ein beliebter Lebensmitteldiscounter meine Lieblingschipsmarke in den letzten Wochen zum Schnäppchenpreis angeboten hat, der Sache sicherlich nicht gerade förderlich war.

Welche Netflix-Serie hat dich am meisten vom Training angehalten?

Ich motiviere mich am meisten durch Statistiken. Nichts motiviert mich mehr als eine ansteigende Leistungskurve, bzw. die Angst vor einer fallenden, wie in den letzten Wochen. Da hält mich dann auch weder schlechtes Wetter noch einsetzende Dunkelheit vom Laufen ab. Daher brauche ich jetzt auch nicht wirklich eine Laufgruppe als Motivationshilfe. Eigentlich ist es für mich als Familienvater mit Ehefrau und drei Kindern auch ganz nett, mal für eine oder zwei Stunden alleine zu sein und nicht angesprochen zu werden. Ich sehe das Laufen auch als Mittel, um mich psychisch vom Alltag zu erholen. Nach den ersten paar Kilometern geht mein Gehirn in einen Stand-By-Modus und kümmert sich nur noch um die Grundfunktionen Atmen und Einen-Fuß-vor-den-anderen-setzen. Das ist dann mein Wellness-Moment im Alltag. Unbezahlbar.

Mit meiner neuen Brooks Ausrüstung macht das Training noch einmal so viel Spaß. Sie trägt sich gut, ist durchdacht und besticht durch das eine oder andere liebevolle Detail, das es zu einer Freude machen, sie anzuziehen.

Nach Plan trainiere ich zurzeit noch nicht. Ich bin aber sehr gespannt, was mir die Jungs von Bunert Neuss für die letzte Phase der Vorbereitungen auf den Halbmarathon in Köln (Mitte Oktober) so auf den Leib schneidern werden. Ich erhoffe mir davon, noch das eine oder andere Quäntchen mehr aus meinem Körper herausholen zu können, wenn mir auch der Gedanke an diszipliniert durchgezogene Intervalltrainings schon ein wenig das Blut in den Adern gefrieren lässt. Danach werde ich sicherlich noch besser abends vor dem Fernseher einschlafen.

Wie motivierst du dich?

Ich habe in der letzten Zeit viele Stunden mit der Serie Elementary verbracht. Leider ist die bei Netflix aus dem Angebot verschwunden, so dass ich im Moment wieder etwas ziellos durch verschiedene Angebote wandere, bis mich wieder etwas richtig in Beschlag genommen hat. Ich brauche eher seichte Unterhaltung. Drama habe ich den ganzen Tag über genug. Vom Training abhalten kann mich netflixen aber nicht, denn die mir zugewiesene Nutzungszeit liegt in den späteren Abendstunden, wenn die Kinder im Bett sind und da habe ich dann doch zu viel Couchschwere, um noch einmal die Schuhe zu schnüren. Ich bin eher der Nachmittags-Läufer und nutze die letzten Energiereserven des Tages aus, um meinen Körper zu stählen, bevor ich dann auf der Couch bei meiner Lieblingsserie meinem verdienten Vorschlaf fröne.

Wie sieht dein es mit deinem Ziel aus? Schaffst du den Halbmarathon unter 1:50 Stunden?

Diese Frage kommt zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt. Hättet ihr mir die vor vier Wochen gestellt, dann hätte ich meine aktuelle Zielzeitprognose von runalyze.com herausgekramt und gesagt: Passt schon. Die Prognose für den Halbmarathon lag bei 1:48:42 Stunden. Ich war richtig gut im Training, konnte abwechslungsreich trainieren und hatte mich sogar mit den langen Läufen versöhnt, die mir am Anfang so gar nicht gefallen wollten. Heute bin ich gefühlt wieder bei Null, oder zumindest weit von dem entfernt, wo ich im Oktober sein möchte. In der Zwischenzeit war mein Ziel nicht die 1:50 beim Halbmarathon, sondern schmerzfrei bis zum Klo zu kommen. Jetzt geht es langsam aber stetig wieder bergauf. Anfang Juni steht der Staffelmarathon in Duisburg an, den ich zumindest würdevoll bestreiten möchte. Die 14 Kilometer, die für mich dann anstehen, sollten inzwischen wieder gehen. Nur auf die Zeit darf ich noch nicht so gucken. Darüber hinaus versuche ich mir immer wieder einzureden, dass das bis Köln alles wieder wird, wenn mir auch die Geduld dazu etwas fehlt.
Also, ja, ich bin schon etwas nervös, ob das alles so glatt laufen wird.


#LocalRunHero Jochen


Warst du schon immer sportlich?
Ich liebe meine Couch, mein Netflix-Abo und den Geschmack von Kartoffelchips auf meiner Zunge. Diese unheilige Kombination hat dazu geführt, dass meine Waage unter meinem amtlichen Übergewicht leiden musste, gepaart mit einem "Abo" der Apotheken Umschau – wenn man eh schon mal da ist, um seine Blutdruckmedikamente abzuholen. Außerdem konnte man mich in Treppenhäusern immer recht gut hören, weil ich so laut japsen musste.

Was hat sich in deinem Leben durchs Laufen geändert?
Durch das Hinzufügen einer neuen Liebe, dem Laufen, hat sich mein Leben stark verändert. Ich bin das Übergewicht und das Apotheken-Umschau-Abo losgeworden, zusammen mit den Blutdruckmedikamenten. Treppen führen bei mir nicht mehr zwingend zu einer erhöhten Geräuschentwicklung. Die Liebe zur Couch, Netflix und Kartoffelchips musste ich dadurch noch nicht einmal aufgeben.

Im letzten Jahr habe ich 156mal die Laufschuhe geschnürt und dabei das Äquivalent von 112.000mal der Entfernung Couch-Kühlschrank-Couch zurückgelegt. Dabei habe ich so viel Zeit auf den Beinen verbracht, wie es braucht, um 386 Folgen Big Bang Theory zu gucken und den Gegenwert von 137 Tüten Kartoffelchips verbrannt.
Wettkämpfe sind dabei nicht zwingend erforderlich, sind aber ein zusätzlicher Motivationsschub und helfen mir dabei, fokussiert bei der Sache zu bleiben.

Was ist dein Ziel als #LocalRunHero?
Ich möchte in diesem Jahr durch Laufen mehr Kalorien verbrennen, als ich durch den Verzehr von Kartoffelchips zu mir nehme. Wenn ich dabei meinen nächsten Halbmarathon in unter 1:50 Stunden laufen sollte, dann ist das auch ok.