Laufen im Herbst und Winter - der Kopf läuft mit!

Auch wenn noch einige schöne Spätsommertage vor der Tür stehen und die Temperatur öfter in den für Läufer idealen Bereich von ca.15° Grad fällt, ist doch allen Läufern bewusst, dass ein trüber Herbst und kalter Winter vor der Tür stehen. Bei vielen Läufern sinkt zu diesem Zeitpunkt die Motivation, regelmäßiges Lauftraining durchzuführen.

Der Kälte entfliehen

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, dieser kleinen Läuferdepression zu entfliehen. So tut vielleicht ein Urlaub in südlichen Gefilden gut, um noch ein letztes Mal in diesem Jahr im Lieblingsshirt und mit kurzer Hose zu laufen. Es gibt da mittlerweile eine Anzahl sehr interessanter und auch exotischer Reisen (z.B. eine Kreuzfahrt für Läufer auf der AIDA oder Trainingscamps in Südeuropa). Manch einer wechselt Indoor aufs Laufband und genießt statt vorbeiziehender Landschaft lieber die Musikvideos in den Fitnessstudios. Wieder andere lassen das Laufen ganz sein und verfallen in einen läuferischen Winterschlaf, um erst mit den ersten warmen Strahlen der Frühlingssonne wieder die Schuhe zu schnüren. Allerdings treffen die oben genannten Möglichkeiten sicher nur auf einen kleinen Teil der Läufer zu. Die meisten Läufer laufen auch durch die triste Jahreszeit, allerdings meist mit weniger Spaß und geringerer Motivation.

Neue Wege gehen

Was kann man also tun, um das Lauftraining auch im Winter nicht zu einer Pflichtveranstaltung werden zu lassen? Meist helfen schon recht einfache Tricks, um einige kleine Highlights in das Läuferleben zu zaubern. Zunächst sollte man sich eine kleine Anzahl von unterschiedlich langen Laufstrecken suchen, die am besten zu Fuß von der Haustür oder nach kurzer Fahrt zu erreichen sein sollten. Dadurch muss man nicht jeden Tag die gleiche Strecke laufen. Oftmals hilft es auch schon die gewohnte Laufstrecke einmal andersherum zu laufen! Da die Tage jetzt immer kürzer werden, ist es sinnvoll, auf eine laufbare, beleuchtete Strecke zu achten. Diese braucht nicht besonders lang zu sein, aber sie stellt sicher, dass man auch unter der Woche nach der Arbeit noch eine oder mehrere kurze Runden laufen kann. Da bieten sich ruhige Seitenstraßen an und man entdeckt häufig seinen Stadtteil völlig neu.

Auch mal schnell

Neben der Variation der Laufstrecke kann und sollte man auch ruhig einmal mit dem Lauftempo spielen. Warum nicht an einem tristen Herbsttag im Nieselregen eine kurze Laufeinheit mit hohem Lauftempo einschieben? Natürlich erst, nachdem man sich warmgelaufen hat und bitte auf die Rutschgefahr achten (nasses Laub)! Das hat den Vorteil, dass man sich den Witterungsverhältnissen nicht so lange aussetzten muss und man trotzdem ein vollwertiges Lauftraining absolviert hat.
Dann nimmt man sich noch eine Laufeinheit im gewohntem Tempo aber auf anderer Strecke vor. Man kann diesen Lauf als explorativen Dauerlauf im Trainingstagebuch notieren. Am Wochenende kommt dann ein ruhigerer, langer Dauerlauf oder ein kleiner Wettkampf bei Tageslicht irgendwo in der Nähe dazu. Nach beidem kann man sich anschließend mit einem Stück herbstlicher Gemütlichkeit belohnen. Das Stück Kuchen schmeckt nach einem Lauf immer besonders gut!

Alles in allem

Etappe 1 2 3 4 5 6 7
Start Garmisch P. Leermoos Imst Mandrafen Sölden St. Leonard Sarntheim
Ziel Leermoos Imst Mandrafen Sölden St. Leonard Sarntheim Brixen
Distanz 36,5 km 33,8 km 47,9 km 25,7 km 33,3 km 33,6 km 36,4 km
Hm Aufstieg 2.088 2.023 3.037 1.887 1.453 2.440 1.934
Hm Abstieg 1.791 2.237 2.144 2.214 2.111 2.153 2.348

Man kann durch ein abwechslungsreiches Training sowohl in der Streckenauswahl, als auch in der Tempogestaltung ein sehr abwechslungsreiches und effektives Lauftraining während der Herbst- und Winterzeit durchführen. Der Vorteil gegenüber gleichförmigen Laufens auf immer derselben Strecke ist, dass die Motivation dadurch gerade in der kalten und nassen Jahreszeit deutlich erhöht wird.

Autor: Sven Schultz-Bargmann
Diplom-Sportwissenschaftler
Ausdauerschule by bunert

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