Die unmittelbare Marathonvorbereitung!

Der Marathon kommt in Sicht!

Das große Ziel, der Marathon, steht vor der Tür. Das monatelange Training hat nun bald ein Ende und der Wettkampf rückt in greifbare Nähe. Jetzt nähern sich die Wochen und Monate mit hohen Kilometerumfängen und intensiven Belastungen, sowie Testwettkämpfen dem Ende. Sie waren sehr fleißig, haben sich bisher optimal vorbereitet und auch die ein oder andere Erkrankung und unfreiwillige Trainingspause überstanden. Doch gerade im „Endspurt“ passieren die meisten Fehler aus trainingswissenschaftlicher Sicht.

Die unmittelbare Marathonvorbereitung

Die unmittelbare Marathonvorbereitung beginnt 3 Wochen vor dem Marathon mit einem letzten harten Training über die Halbmarathondistanz. Anschließend sollten die Trainingsintensität und auch der Trainingsumfang schrittweise reduziert werden. Verpasste Trainingseinheiten lassen sich zu diesem Zeitpunkt ohnehin nicht mehr nachholen.

Der große Fehler

Die Reduktion des Trainings schafft freie Zeit und was machen viele Läufer mit eben dieser? Sie versuchen, das in den letzten Monaten ausgefallene Training nachzuholen. Dadurch kommt es de facto nicht zu einer Reduktion des Trainings sondern in Extremfällen sogar zu einer Steigerung der Trainingsbelastung. Wenn man sich jedoch vor Augen führt, dass der Körper maximal erholt an der Startlinie stehen sollte, ist ein solches Verfahren sehr kontraproduktiv. Es sollte niemals versucht werden, entfallenes Training nachzuholen.

Die letzte Woche

Die letzte Woche vor dem Marathon sollte nur noch 2-3 mal gelaufen werden und auch nicht länger als maximal 40 Min. pro Trainingseinheit. Diese letzten Wochen sind die schwierigsten Wochen in der gesamten Marathonvorbereitung. Es kommt zu dem Phänomen, das ein gut vorbereiteter Läufer das Gefühl hat, niemals im Leben gelaufen zu sein. Das ist jedoch völlig normal und man ist mit diesem Gefühl nicht allein. Den einzigen Ausweg aus der Misere bietet der Versuch, auch die letzten Wochen genauso diszipliniert zu laufen, wie die letzten Monate zuvor. Das gilt besonders auch für einen ausgedehnten Besuch der Marathonmesse am Tag vor dem großen Lauf. Diesen sollte man besser auslassen und lieber an einem Event nachholen, bei dem man nicht selber teilnimmt. Der Verzicht wird mit einem wunderbaren Marathonlauf belohnt werden. Als zusätzliche Beschäftigung - vor allem falls wirklich die Decke auf den Kopf zu fallen droht - lassen sich vor dem Marathon auch einige soziale Kontakte pflegen, die sonst vielleicht etwas unter dem Trainingseifer gelitten haben. Dies kann sich doppelt auszahlen, da somit für noch mehr Unterstützung an der Marathonstrecke gesorgt ist.

Autor: Sven Schultz-Bargmann
Diplom-Sportwissenschaftler
Ausdauerschule by bunert

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