Test: HOKA Tracer 2

Das Hoka Leichtgewicht

Der neutrale HOKA Tracer 2 ist wohl der ungewöhnlichste Schuh, den Hoka One One im Sortiment hat. Mit seiner relativ dünnen Sohle hebt sich der HOKA Tracer 2 deutlich von seinen großen Brüdern wie dem HOKA Bondi oder Hoka Clifton ab. Was genau den HOKA Tracer 2 ausmacht, werde ich mir in diesem Test anschauen.

So leicht?!

Als ich das erste Mal den Karton des HOKA Tracer 2 in die Hand genommen habe, dachte ich mir: Ist der Karton leer oder ist vielleicht nur ein Schuh drin? Möglicherweise ist beim Einpacken etwas schiefgelaufen. Wie sonst kann der Karton so unfassbar leicht sein?

Aber weit gefehlt. Beide Schuhe waren vorhanden. Mit einem Gewicht von unter 200 Gramm (US 9,5 Herren) pro Schuh ist der HOKA Tracer 2 einer der leichtesten Laufschuhe überhaupt, die über ein vollwertiges Dämpfungssystem verfügen. Auffällig ist, dass die Sohle in verschiedene Härtegrade unterteilt ist. Dies soll den Schuh noch schneller und aggressiver machen.

Das Obermaterial ist sehr dünn und leicht, eigentlich nicht viel mehr als ein Strumpf. Die Farbgebung ist auffällig und schreit: Ich bin ein schneller Laufschuh! Aber genau das ist ja auch die Ausrichtung des HOKA Tracer 2. Ich bin gespannt, wie sich der Mix aus Lightweight Trainer und Wettkampfschuh bei einem Testläufchen macht.

Meep Meep – Kojote du bekommst mich nicht!

ACHTUNG: Der HOKA Tracer 2 ist ein sehr gefährlicher Laufschuh. Normalerweise teste ich Laufschuhe erst im ruhigen bis gemütlichen Tempo, um dann hinten raus das Tempo etwas anzuziehen. Das ist allerdings mit dem HOKA Tracer 2 unmöglich! Schon nach den ersten Metern bemerke ich, dass der Mix aus der extrem flachen Sprengung von nur vier Millimetern und der zum Vorfuß hin härter werdenden Sohle mich sofort zum schnellen Laufen verführt.

Durch die Sprengung setze ich instinktiv im Mittelfuß bis Vorfußbereich auf, was die Bodenkontaktzeit merklich verkürzt und zu einem sehr natürlichen und reaktiven Laufstil führt. Die Achillessehne wird bei jedem Schritt gespannt, speichert die kinetische Energie des Aufsetzens und gibt diese beim Abdruck wieder ab. Dies ist natürlich zuerst ungewohnt anstrengend für die Wadenmuskulatur, aber auch besonders effizient und natürlich. Fast wie barfuß. Trotzdem ist die Dämpfung des HOKA Tracer 2 trotz seines geringen Gewichts nicht zu vernachlässigen. Bei jedem Schritt fängt die Dämpfung spürbar den beim Aufsatz entstehenden Schock ab und schont so die Gelenke und Sehen. Natürlich ist dieser Effekt nicht so stark wie beim Dämpfungs-König HOKA Bondi, aber auch beim HOKA Tracer 2 kommt das typische HOKA Feeling super an.

Die Sohle ist griffig und fühlt sich auf der Straße, Waldwegen sowie auf der Tartanbahn zu Hause, kommt aber auf matschigen Reitwegen und Offroad an ihre Grenzen. Das leichte Obermaterial sorgt auch bei warmen Temperaturen für eine gute Temperaturregulierung, allerdings dringt bei Regenwetter genauso schnell Wasser in den Schuh ein.

Fazit:

Der HOKA Tracer 2 ist eine Wucht! Selten bin ich einen Schuh gelaufen, der sich am Fuß so leicht angefühlt hat und mich immer dazu gedrängt hat schneller zu laufen. Der HOKA Tracer 2 ist der beste Beweis dafür, wie vielseitig die Laufschuhmarke HOKA One One geworden ist, die zunächst nur für ihre extrem gedämpften Laufschuhe bekannt war. Somit hat mich erstaunt, wie gut der HOKA Tracer 2 den Spagat zwischen ausreichender Dämpfung und minimalem Gewicht schafft. Besonders für leichte bis mittelschwere Neutralläufer, die einen richtig schnellen und aktiven Laufschuh suchen, ist er eine Top-Empfehlung.

Hier geht's zum HOKA Tracer 2 (Herren/Damen)

Gernot olschowsky bunert Neuss

Gernot Olschowsky, bunert Neuss

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